Schönheits- und Haushaltspflege auch in Zeiten allgemeiner Kaufzurückhaltung begehrt
Die Produkte der Schönheits- und Haushaltspflege sind auch in 2025 stark nachgefragt worden und die Umsätze entwickeln sich positiv. Allerdings leiden die Unternehmen unter hohen Kosten und Belastung durch überbordende Bürokratie. Das ist tatsächlich dramatisch, denn aktuell denken 40% über Auslandsverlagerung oder Geschäftsaufgabe nach, was 50 Mio. Arbeitsplätze und etwa 5 Mrd.€ Wohlstandsbeitrag gefährdet. Trotz der schwachen Konjunktur in Deutschland, den hohen Standortkosten und den Herausforderungen im Außenhandel erweist sich die Branche aber auch 2025 als resilient. Über 1.000 kleine und mittelständische Unternehmen und etwa 60 Großunternehmen sichern rund 178.000 Arbeitsplätze in Deutschland und treiben Innovationen voran. Für 2026 erwartet der IKW ein moderates Wachstum von 1,5 Prozent.
Schönheits- und Haushaltspflegemittelmarkt Deutschland 2025
Schönheitspflegeprodukte bleiben gefragt
Trotz eines weiterhin verhaltenen Konsumklimas zeigt sich der Bereich Schönheitspflege 2025 äußerst robust. Die höchsten Zuwächse verzeichnen sonstige Schönheitspflegemittel – darunter Fußpflege-, Enthaarungs- und Babypflegeprodukte ohne Bade- oder Duschzusätze – mit einem Plus von 14,1 Prozent. Ebenfalls stark wachsen Haut- und Gesichtspflegemittel, die um 11,1 Prozent zulegen, gefolgt von Haarpflegemitteln, die ihren Umsatz um 8,1 Prozent steigern. Diese Entwicklung unterstreicht, dass Verbraucherinnen und Verbraucher selbst in unsicheren Zeiten bewusst in ihr Wohlbefinden investieren.
Saubere Wäsche bleibt im Fokus
Auch im Jahr 2025 zeigt sich: Gepflegte und saubere Kleidung bleibt für die Verbraucherinnen und Verbraucher von hoher Bedeutung. Trotz eines insgesamt verhaltenen Konsumklimas legt der Bereich Haushaltspflege weiter zu und bestätigt seine hohe Alltagsrelevanz. Die höchsten Zuwächse verzeichnen Fein- und Spezialwaschmittel – sie wachsen um 14,8 Prozent. Auch Weichspüler bleiben beliebt und steigen um 5,8 Prozent. Ebenfalls mehr gaben die Menschen für Universal-, Voll- und Colorwaschmittel aus (plus 3,9 Prozent).
Auch im Jahr 2025 bleiben Drogeriemärkte der mit Abstand wichtigste Vertriebsweg für Schönheitspflegeprodukte. 53 Prozent der Einkäufe entfallen auf diesen Kanal und bestätigen damit seine führende Rolle. An zweiter Stelle steht der Fachhandel mit 18 Prozent, der weiterhin eine stabile Größe im Markt darstellt. Besonders dynamisch entwickelt sich der E-Commerce, der ein kräftiges Wachstum von 22,5 Prozent verzeichnet und 9 Prozent Marktanteil erreicht. Damit liegt der Onlinehandel mittlerweile leicht vor den Discountern und gewinnt für Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend an Bedeutung.
Auch für Haushaltspflegeprodukte bleiben Drogeriemärkte erste Wahl
Im Bereich Haushaltspflege zeigt sich 2025 deutlich, dass Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin vor allem auf den klassischen Handel setzen. 36 Prozent der Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittel werden im Drogeriemarkt gekauft, der damit unangefochten die wichtigste Rolle im Vertrieb einnimmt. Discounter bleiben mit 27 Prozent ebenfalls ein zentraler Absatzkanal. Der E-Commerce entwickelt sich dynamisch und wächst um 12,7 Prozent, erreicht jedoch mit einem Marktanteil von 5 Prozent weiterhin nur eine vergleichsweise kleine Gruppe. Trotz dieses begrenzten Anteils zeigt der Onlinehandel, dass digitale Einkaufswege auch im Haushaltspflegebereich an Bedeutung gewinnen.
Belastungen erreichen neue Höchststände – Unternehmen zunehmend unter Druck
Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich verschärft. Während 2024 bereits mehr als die Hälfte der IKW-Mitgliedsunternehmen angab, stark oder sehr stark unter Kostensteigerungen bei Energie und Rohstoffen zu leiden, sind es aktuell nahezu alle: 92 Prozent sehen sich erheblich belastet. Hinzu kommen weiter steigende regulatorische Anforderungen. Besonders alarmierend ist, dass inzwischen 12 Prozent der Befragten die Existenz ihres Unternehmens als bedroht ansehen, was einen deutlichen Anstieg gegenüber 9 Prozent im Vorjahr bedeutet.
„Hohe Standortkosten und Überregulierung binden Ressourcen und verhindern Investitionen – und das in einer Branche, die für Innovation steht.“
Thomas Keiser,
IKW-Geschäftsführer
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