Unser Wissen über Schönheitspflege

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Verpackungen aus Kunststoffen

Haarshampoos, Zahncreme und andere Kosmetika sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Um diese Produkte sicher zu verpacken, werden häufig Kunststoffe eingesetzt. Denn Verpackungen haben grundsätzlich eine Vielzahl an Funktionen zu erfüllen: Sie müssen die Produkte während des Transports und der Lagerung schützen sowie eine problemlose Dosierung und Anwendung ermöglichen. Auch die Wiederverschließbarkeit einer Verpackung spielt oft eine große Rolle. So soll beispielsweise eine Zahncreme nach der Verwendung nicht austrocknen, kein Staub in einen Creme-Tiegel fallen oder ein Shampoo nicht auslaufen, falls die Flasche versehentlich umgestoßen wird.

Verpackungen für kosmetische Produkte ohne Kunststoffe zu gestalten, ist nach heutigem Stand schwierig. Glasverpackungen stellen meist keine Alternative dar, da sie deutlich schwerer und leicht zerbrechlich sind. Dies steht vor allem einem Einsatz in Dusche und Bad entgegen. Auch im Hinblick auf ihre Umweltbilanz stellen Glasverpackungen häufig keine Alternative dar, da man bei deren Transport deutlich mehr Kraftstoff verbrauchen würde, als bei den viel leichteren Kunststoffverpackungen. Glasverpackungen haben zudem ein größeres Volumen, weshalb beim Transport von in Kunststoff verpackten Produkten erheblich weniger LKWs über die Straßen rollen. Kartonverpackungen bieten sich ebenfalls nur für bestimmte Produkte an, beispielsweise Seifenstücke.

Die Hersteller der Kosmetikindustrie unternehmen viel, um den Verpackungsverbrauch so weit wie möglich zu reduzieren. So konnten z.B. durch die Verwendung dünnwandiger Packungen schon erhebliche Einsparungen beim eingesetzten Verpackungsmaterial erzielt werden. Wo immer möglich, werden leichtere Verpackungen angestrebt. Teilweise haben Refill-Systeme und Konzentrate, die kleinere Behälter erfordern, für zusätzliche Einsparungen an Verpackungsmaterial gesorgt.

Darüber hinaus ist der Einsatz von gebrauchten Kunststoffen für Verpackungen eine sehr sinnvolle Strategie. Denn durch die Wiederverwendung von bereits gebrauchtem Plastik werden weniger Ressourcen benötigt und Energie eingespart, was dem Klima zugutekommt. Schon seit vielen Jahren nimmt Deutschland eine Vorreiterrolle beim Recycling von Verpackungsmaterialien ein. Wir begrüßen daher, dass das neue Verpackungsgesetz in Deutschland nochmals deutlich höhere Recyclinganforderungen für Kunststoffverpackungen vorsieht und zudem den Einsatz von Rezyklaten – also Altplastik – in der Herstellung für neue Verpackungen fördert.

Kosmetikhersteller sind sehr daran interessiert, vermehrt Rezyklat in den Verpackungen ihrer Produkte einzusetzen. Derzeit gibt es jedoch einige Hürden: Es stehen nicht ausreichende Mengen und Qualitäten recycelter Kunststoffe zur Verfügung, welche alle Anforderungen der Hersteller an die Materialien erfüllen. Die Sicherheit der Verbraucher steht für die Kosmetikhersteller nämlich an erster Stelle. Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsbewertung kosmetischer Produkte muss stets auch deren Verpackungsmaterial mit bewertet werden, um gesundheitliche Risiken in jedem Fall auszuschließen.

Da es sich bei Rezyklat um bereits verwendetes Plastik handelt, ergeben sich besondere Herausforderungen an die Qualität dieses Rohstoffs, wenn er für kosmetische Verpackungen verwendet werden soll. Denn es muss sichergestellt sein, dass keine störenden oder gesundheitsschädlichen Stoffe vom Verpackungsmaterial auf das kosmetische Produkt übergehen können. Das ist wichtig, da kosmetische Produkte wie Shampoo, Gesichtscreme oder Zahnpasta unmittelbar am menschlichen Körper angewendet werden. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass die Produkte sicher und gesundheitlich unbedenklich sind.

Auch der Umgang mit Plastik durch den Menschen selbst ist aus unserer Sicht ein wichtiges Thema. Das achtlose Wegwerfen von Müll ist unverantwortlich. An dieser Stelle ist mehr Aufklärung gefragt, bei der sich viele Unternehmen der Kosmetikindustrie schon heute aktiv engagieren.

Der IKW stellt Verbrauchern Tipps zum Umgang mit Verpackungen nach der Benutzung zur Verfügung.

 

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