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Informatives

Kosmetikindustrie für Befreiung von Zöllen auf Kosmetikprodukte

Kosmetische Produkte spielen eine wichtige Rolle im Alltag der Menschen. Produkte wie Seifen, Shampoos, Deo oder Zahnpaste tragen nicht nur zu Hygiene und damit zur Gesundheit bei. Zusammen mit Kosmetika wie Düften und dekorativer Kosmetik leisten sie einen entscheidenden Beitrag für das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die Bedeutung der Produkte zeigt sich in den stabilen Wachstums- und Umsatzzahlen der Branche in den letzten Jahren, zu denen auch der Export hochwertiger kosmetischer Produkte in die USA beigetragen hat. Die aktuelle Einigung im Zollstreit zwischen den USA und der EU, die einen 15-prozentigen Zoll auf einige in die USA importierte EU-Güter vorsieht und auch Kosmetik betrifft, gefährdet die Stabilität des Exportsektors der Kosmetikindustrie.

Die EU und die USA stellen die größten Kosmetikmärkte der Welt dar, die 2024 zusammen einen Wert von 241 Milliarden Euro hatten. Die USA als wichtigstes Exportziel für Kosmetika aus der EU machten 2023 15 Prozent der Gesamtexporte aus. Insbesondere hochwertige Kategorien wie Parfums, Hautpflegeprodukte und Make-up sind hier zu nennen. Im Ergebnis stammten 50 Prozent der auf den US-Markt eingeführten Kosmetikprodukte aus der EU. Auch Deutschland profitiert hiervon und exportierte 2024 Kosmetikprodukte im Wert von 548 Mio. Euro nach USA und importierte im Gegenzug Waren im Wert von 653 Mio. Euro.

Dies sorgt dafür, dass die Branche wichtige Lieferketten zwischen den beiden Märkten unterhält, was Investitionen fördert und Arbeitsplätzen auf beiden Seiten schafft. Allein in Deutschland beschäftigt der Sektor direkt 117.000 Menschen in Produktion und Vertrieb und sichert indirekt weitere 500.000 Arbeitsplätze durch seine umfangreiche Wertschöpfungskette. So beinhalten die integrierten Produktionsketten zwischen der EU, Deutschland und den USA beispielsweise oft den Reexport von Fertigprodukten, die durch europäisches Know-how an Wert gewinnen, wie es bei Make-up der Fall ist.

Zölle auf Kosmetika würden nicht nur dieses ausgewogene Ökosystem stören, sondern auch erhebliche Kosten für deutsche und EU-Unternehmen verursachen. Millionen Euro würden anstatt in Wachstum in Zölle umgeleitet. Dies hätte auch Auswirkungen auf die Verbraucherpreise und würde die Wettbewerbsfähigkeit der EU schwächen.

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