Wirksamkeit

Jede Werbeaussage eines Produktes muss vor der Vermarktung überprüft werden. Hierzu gibt es unterschiedliche Prüfverfahren, die je nach Anforderung an die Werbeaussage angepasst werden. Am Anfang steht in der Regel eine Messung im Labor. Diese wird dann durch Tests mit Verbrauchergruppen bestätigt. Alle Tests folgen den vorgegebenen statistischen Anforderungen. Die Ergebnisse dieser Tests werden dokumentiert und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben von den zuständigen Überwachungsbehörden der Bundesländer überprüft und beurteilt.

Neben den gesetzlichen Kontrollen gibt es die Selbstkontrolle durch die Wirtschaft. Von besonderer Bedeutung sind hier die Vorschriften gegen unlautere und irreführende Werbung in der EU, die auch in Deutschland gelten. Danach gibt es u. a. die Möglichkeit, mit Hilfe der Gerichte in kurzer Frist unzulässige Werbeaussagen zu verbieten. Davon machen nicht nur die Mitbewerber Gebrauch, sondern auch die Vereinigungen zur Förderung des lauteren Wettbewerbs. Dies dient insbesondere auch dem Verbraucherschutz.

Unter Berücksichtigung all dieser Hintergründe findet der Verbraucher im Markt sehr gut untersuchte, sichere und wirksame Produkte.

Nein, solche Vorgaben gibt es nicht. Bei Probandenstudien spielt nicht unbedingt die Zahl der Teilnehmer eine Rolle, sondern die statistische Signifikanz ist von Relevanz. Bei der Bestimmung des Lichtschutzfaktors zum Beispiel werden in der Regel zwischen 10 und 20 Probanden getestet.

Ein Haarwaschmittel dient zunächst der Reinigung der Haare, d.h. es enthält sogenannte waschaktive Stoffe, z.B. Tenside, die beim Waschen den Schmutz aus dem Haar entfernen. Nun gibt es darüber hinaus Haarwaschmittel die für bestimmte Anwendungen empfohlen sind, z.B. für Schuppen. Solche Produkte enthalten dann zusätzlich einen bestimmten Wirkstoff gegen Schuppen. Die Wirksamkeit wird wie oben beschrieben mithilfe entsprechender Studien überprüft.

Sowohl Deodorantien als auch Antitranspirantien dienen dem Schutz vor unangenehmen Körpergerüchen, die durch Schwitzen entstehen können. Beide Produktkonzepte unterscheiden sich in ihrer Wirkweise. Deodorantien unterdrücken und überlagern die durch Hautbakterien ausgelöste Bildung unerwünschter Gerüche. Antitranspirantien regulieren zusätzlich die Schweißbildung. Im deutschen Sprachgebrauch werden Deodorantien und Antitranspirantien jedoch gemeinhin vereinfachend nur als „Deos“ bezeichnet. 

Die Unterschiede im Detail: 

Deodorants wirken in der Regel bakterienhemmend und verhindern so die Entstehung der unangenehmen Gerüche, die durch den bakteriellen Zersetzungsprozess des Schweißes hervorgerufen werden. Zudem überlagern sie entstehenden Körpergeruch durch ihre Parfümierung. Hierzu werden sorgfältig ausgewählte Wirkstoffe eingesetzt, z. B. Geruchsabsorber, Duftstoffe, keimhemmende Mittel oder Enzyminhibitoren. 

Antitranspirantien verringern zusätzlich die Schweißsekretion. Hauptwirkstoffe sind sogenannte Adstringentien. Bewährte Adstringentien sind das Metallsalz Aluminiumchlorohydrat (ACH; INCI-Bezeichnung: ALUMINUM CHLOROHYDRATE) und der Aluminium-Zirkonium-Tetrachloro-Glycin-Komplex (ZAG; INCI-Bezeichnung: ALUMINUM ZIRCONIUM TETRACHLOROHYDREX GLY). ACH kommt in den meisten Antitranspirants zum Einsatz. Beim Eindringen in den oberen Bereich der Ausführungsgänge der ekkrinen Schweißdrüsen bilden die Adstringentien mit den Schleimstoffen (Mucopolysaccharide) der Drüseninnenwände und deren oberster Zellschicht schwerlösliche, anhaftende Niederschläge. Sie legen sich vor den Drüsengang und behindern den Abfluss des Schweißes. Dadurch wird die Schweißsekretion um 20 bis 60 Prozent reduziert, ohne dass dadurch die Temperaturregulation des Körpers behindert wird. Weil sich dieser Vorgang in der Oberhaut abspielt, werden diese temporären Verschlüsse im Zuge der Verhornung allmählich mit abgestoßen. Die Haut und die Drüsen regenerieren sich. Alle Antitranspirants wirken auch antimikrobiell und sind somit auch Deodorants. 

Deodorantien und Antitranspirantien gibt es in unterschiedlichsten Anwendungsformen: Roll-on, Stick, Spray etc. Die Wirksamkeit ist in jedem Fall gegeben. Der Verbraucher kann die Darreichungsform wählen, die ihm am besten gefällt.

Eine kompakte Zusammenfassung zum Thema Wirksamkeit finden Sie hier zum Herunterladen.