Produkte zur Schönheitspflege und ihre Anwendung

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Naturkosmetik und klassische Kosmetik sind aus wissenschaftlicher und rechtlicher Sicht völlig gleichwertig. Alle kosmetischen Mittel müssen entsprechend den Anforderungen der gültigen Gesetzgebung formuliert werden und sind von daher gleichermaßen sicher und verträglich, unabhängig von der „Natürlichkeit“ der verwendeten Rohstoffe. Es ist die Entscheidung jedes einzelnen Verbrauchers, welche Produktart er bevorzugt. 

Wesentlich ist, dass der Verbraucher zu Produkten greift, die auf seinen individuellen Hauttyp abgestimmt sind – dies gilt für klassische Kosmetik gleichermaßen wie für Naturkosmetik. Weiterhin sollte er – sofern entsprechende Unverträglichkeiten bekannt sind – Inhaltsstoffe meiden, auf die er möglicherweise allergisch reagiert. Dies kann er anhand der Volldeklaration der Inhaltsstoffe nach INCI auf der Verpackung leicht erkennen.

Die Anforderungen, die an ein Shampoo gestellt werden, sind vielfältig. Sie sollen gut reinigen und schäumen, dabei aber mild wirken und damit verträglich für Haar und Kopfhaut sowie praktisch im Einsatz sein. Um all diese Funktionen zu erfüllen, enthalten Shampoos heute ca. 20 verschiedene Stoffe. Dies sind Tenside, Pflege- und Wirkstoffe sowie Hilfsstoffe. Beim Kauf eines Shampoos sollte man darauf achten, ein Produkt auszuwählen, das für die eigenen Bedürfnisse optimiert ist, z.B. für coloriertes Haar, für feines Haar, für häufiges Waschen etc.. Zusätzlich empfiehlt sich die regelmäßige Pflege des Haars mit einer Spülung.

Wie oft man sich die Haare wäscht, hängt von den eigenen  Bedürfnissen ab. Häufiges waschen ist nicht schädlich für das Haar. Man sollte immer auf ein Shampoo zurückgreifen, dass auf die eigenen Bedürfnisse und Gewohnheiten abgestimmt ist – zum Beispiel speziell für häufiges Haare waschen.

Nach der Haarwäsche zeigt sich das Haar oft ruppig und widerspenstig. Der Grund: Wasser und die Reibung beim Shampoonieren haben die Schuppenschicht der einzelnen Haare aufgeraut. Sie verheddern sich ineinander und können beim Durchkämmen leicht geschädigt werden. Es empfiehlt sich daher, nach jeder oder jeder zweiten Haarwäsche einen Conditioner (Spülung) anzuwenden. Er versorgt die äußere Schuppenschicht mit Proteinen und Pflegestoffen, die die Oberfläche glätten und dem Haar mehr Geschmeidigkeit verleihen. Außerdem wirken die Produkte antistatisch, das heißt, beim späteren Fönen und Frisieren laden sich die Haare nicht so leicht elektrisch auf. 

Es gibt im Markt verschiedene Arten von Conditionern. Es gibt sowohl auswaschbare Produkte als auch Varianten, die im Haar verbleiben. Hair Conditioner werden auch als Haarspülung, Haarbalsam oder Balm bezeichnet. 

Conditioner kann man durch die Anwendung von Haarkuren ergänzen. Diese werden in der Regel einmal wöchentlich angewandt. Manche sollen im Haar bleiben, andere werden ausgewaschen.

Sowohl Deodorantien als auch Antitranspirantien dienen dem Schutz vor unangenehmen Körpergerüchen, die durch Schwitzen entstehen können. Beide Produktkonzepte unterscheiden sich in ihrer Wirkweise. Deodorantien unterdrücken und überlagern die durch Hautbakterien ausgelöste Bildung unerwünschter Gerüche. Antitranspirantien regulieren zusätzlich die Schweißbildung. Im deutschen Sprachgebrauch werden Deodorantien und Antitranspirantien jedoch gemeinhin vereinfachend nur als „Deos“ bezeichnet. 

Die Unterschiede im Detail: 

Deodorants wirken in der Regel bakterienhemmend und verhindern so die Entstehung der unangenehmen Gerüche, die durch den bakteriellen Zersetzungsprozess des Schweißes hervorgerufen werden. Zudem überlagern sie entstehenden Körpergeruch durch ihre Parfümierung. Hierzu werden sorgfältig ausgewählte Wirkstoffe eingesetzt, z. B. Geruchsabsorber, Duftstoffe, keimhemmende Mittel oder Enzyminhibitoren. 

Antitranspirantien verringern zusätzlich die Schweißsekretion. Hauptwirkstoffe sind sogenannte Adstringentien. Bewährte Adstringentien sind das Metallsalz Aluminiumchlorohydrat (ACH; INCI-Bezeichnung: ALUMINUM CHLOROHYDRATE) und der Aluminium-Zirkonium-Tetrachloro-Glycin-Komplex (ZAG; INCI-Bezeichnung: ALUMINUM ZIRCONIUM TETRACHLOROHYDREX GLY). ACH kommt in den meisten Antitranspirants zum Einsatz. Beim Eindringen in den oberen Bereich der Ausführungsgänge der ekkrinen Schweißdrüsen bilden die Adstringentien mit den Schleimstoffen (Mucopolysaccharide) der Drüseninnenwände und deren oberster Zellschicht schwerlösliche, anhaftende Niederschläge. Sie legen sich vor den Drüsengang und behindern den Abfluss des Schweißes. Dadurch wird die Schweißsekretion um 20 bis 60 Prozent reduziert, ohne dass dadurch die Temperaturregulation des Körpers behindert wird. Weil sich dieser Vorgang in der Oberhaut abspielt, werden diese temporären Verschlüsse im Zuge der Verhornung allmählich mit abgestoßen. Die Haut und die Drüsen regenerieren sich. Alle Antitranspirants wirken auch antimikrobiell und sind somit auch Deodorants. 

Deodorantien und Antitranspirantien gibt es in unterschiedlichsten Anwendungsformen: Roll-on, Stick, Spray etc. Die Wirksamkeit ist in jedem Fall gegeben. Der Verbraucher kann die Darreichungsform wählen, die ihm am besten gefällt.

Mit regelmäßiger, zielgerichteter Mundhygiene und dem Einsatz von Zahnbürste, Zahnseide sowie antibakteriellen Inhaltsstoffen in Zahnpasten und Mundspülungen ergänzt durch zahngesunde Ernährung, die regelmäßige professionelle Zahnreinigung und Fluoridierung können heute Zahn- und Zahnfleischerkrankungen weitestgehend vermieden und die Zähne ein Leben lang erhalten bleiben. 

Heute gibt es eine Vielzahl von Zahnpasten im Angebot. Diese sind speziell auf die individuellen Anforderungen der Verbraucher zugeschnitten, z.B. solche für empfindliche Zahnhälse oder mit starker Reinigungskraft (z.B. für starke Teetrinker) etc. Der Verbraucher kann so das Produkt wählen, das für den jeweiligen Moment seinen Anforderungen entspricht.

Erkenntnisse aus der Wissenschaft zeigen, dass bereits ab dem dritten Lebensjahrzehnt die Haut zu altern beginnt und sich dabei sichtbar verändert. Wie schnell dieser Prozess abläuft, hängt im Wesentlichen von der individuellen Veranlagung, also den Genen, ab und von der Beanspruchung der Haut durch äußere Faktoren und Lebensgewohnheiten des Einzelnen. Insofern kann man bereits sehr früh mit den persönlichen Pflegegewohnheiten gezielt Einfluss auf den Hautalterungsprozess nehmen.

Mit einem Peeling erreicht man eine porentiefe Intensiv-Reinigung der Haut, da abgestorbene Hautzellen entfernt werden.  Ein Peeling aktiviert die Erneuerung der Gesichtshaut, belebt und glättet sie und dabei wird das natürliche Hautbild verbessert. Ein Peeling wird 1-2 mal pro Woche nach der normalen Reinigung empfohlen, wobei immer auf die Angaben des Herstellers auf der Verpackung zu achten ist.

Bei Masken ist zunächst besonders zu beachten, dass die Haut vor der Anwendung gründlich gereinigt wird. 

Im Handel gibt es unterschiedliche Varianten von kosmetischen Masken für verschiedene Hauttypen, zum Beispiel beruhigende, straffende oder feuchtigkeitsspendende. Man kann also immer aus der Vielzahl des Angebotes das richtige für den Moment auswählen. Hinsichtlich der Häufigkeit der Anwendung sollte man unbedingt die Empfehlungen der Hersteller auf den Verpackungen beachten.

Die Auswahl des richtigen Make-Ups ist von besonderer Bedeutung. Man sollte immer einen Ton wählen der heller als die natürliche Hautfarbe ist. Man kann die Farbe am besten an der Innenseite der Handfläche testen.

Nein. Es gibt keinen wissenschaftlichen Hinweis, dass die Anwendung von Lippenpflegeprodukten süchtig macht. Äußerlich aufgetragene Lippenpflegeprodukte beeinflussen auch nicht die Fettproduktion der Haut. Wenn allerdings nur geringe Mengen von Lipiden von der Haut produziert werden, kann es notwendig sein, Lippenpflegeprodukte mehrmals täglich aufzutragen, z. B. in der Winterzeit (niedrige Temperaturen, Wind und niedrige Luftfeuchtigkeit).

Die Wahl der richtigen Lippenstiftfarbe ist eine sehr individuelle Frage und jeder muss für sich entscheiden, welches die richtige Farbe ist. Besonders schön ist es, wenn die Farbe des Lippenstiftes der Farbe der Kleidung angepasst ist. 

Wichtig ist die regelmäßige Pflege der Lippen. Dies ist notwendig, da die Lippenhaut sehr empfindlich ist, und da sie weder über Talg- noch Schweißdrüsen verfügt. Lippen werden deshalb leichter trocken und spröde. Durch Wetter, Umwelteinflüsse, häufiges Reden und auch Essen werden unsere Lippen ständig strapaziert. Viele Lippenpflegeprodukte enthalten Substanzen, die die Lippen glätten, kleinste Lücken auffüllen und die Feuchtigkeitsversorgung der Lippen verbessern.

Wimperntusche schenkt den Wimpern Farbe, dadurch wirken die Augen wacher und offener. Es gibt verschiedene Formeln am Markt. In der Regel macht die Kombination aus Bürste und Produkt den besonderen Effekt am Auge, z.B. verstärktes Volumen. Welches Produkt am besten zu den eigenen Wimpern passt, sollte man einfach ausprobieren.

Heute gibt es viele verschiedene Arten von Mascara im Markt. Es wurden spezielle Bürsten entwickelt, die zusammen mit dem passenden Produkt unterschiedliche Effekte auf den Wimpern erzielen können. So entsteht z. B. der optische Eindruck, dass die Wimpern voluminöser sind.

Nein. Dazu besteht kein Anlass. Wichtig ist, dass man den Nagellack vor dem Auftragen gut schüttelt, um die Farbpigmente optimal zu vermischen.

Regelmäßiges Eincremen der Hände ist besonders wichtig, da es vor Austrocknung und Rötungen schützt und der Entstehung feiner Risse vorbeugt. Dabei sind die Anforderungen der Verbraucher an Handcremes sehr hoch. Sie sollen schnell einziehen, nicht klebrig oder fettig sein, sich angenehm anfühlen und natürlich gut riechen. Die Hersteller bieten dazu unterschiedlichste Produkte an: angefangen von der einfachen Emulsion bis hin zu komplexen Formeln mit Wirkstoffen, die einen besonderen Pflegeerfolg hervorheben. Entsprechend kosten die Produkte auch unterschiedlich.

Gerade unsere Hände sind extremen Bedingungen ausgesetzt: Häufiges Waschen, mechanische Belastungen, UV-Licht, Kälte etc. Die Hände sind unter Normalbedingungen widerstandsfähig gegen diese äußeren Einflüsse und das natürliche Gleichgewicht bleibt bei normaler Beanspruchung gewahrt. Häufiger Kontakt mit Wasser oder trockene Luft, Kälte und Sonne strapazieren die Hände. Sie brauchen dann ergänzend eine regelmäßige Pflege. Dies können moderne Handpflegemittel leisten. Schließlich sind gepflegte Hände das Aushängeschild eines jeden Menschen.