Fragen zum Färben von Haaren

Allergien gegen Haarkolorationen, Blondierungen oder Aufheller sind selten, wenn man bedenkt, dass diese Produkte tagtäglich millionenfach angewendet werden. Eine umfassende Antwort finden Sie in der Meldung "Haarfarben und Allergien".

Ihr Körper kann nach dem Stechen oder Aufbringen eines zeitlich begrenzt haltbaren Tattoos, auch Temptoo genannt, eine so genannte Sensibilisierung gegen die auf bzw. in die Haut eingebrachten Farbstoffe entwickeln, ohne dass dies direkt durch eine allergische Reaktion erkennbar ist. Bei einer späteren Koloration der Haare kann – auch wenn eine lange Zeit dazwischen liegt – dadurch eine allergische Reaktion auftreten. Tattoos können das Risiko einer allergischen Reaktion auch noch Jahre nach dem Stechen oder Aufbringen des Tattoos erhöhen. Mehr dazu finden Sie in der Meldung "Henna-Tattoos mit Folgen".

Phenylenediamine sind gängige Komponenten in vielen handelsüblichen Haarfärbemitteln und werden wegen ihrer ausgezeichneten färbenden Eigenschaften von allen namhaften Herstellern eingesetzt. Die in oxidativen Haarkolorationen eingesetzten Phenylenediamine sind Farbstoffe, die ausdrücklich für diese Nutzung gesetzlich geregelt und freigegeben sind.

Sicherheit und Verträglichkeit von Haarkolorationen stehen im Zentrum der Herstelleraktivitäten. Sämtliche Inhaltsstoffe haben sich in zahlreichen Tests zur Verträglichkeit bewährt und wurden auch im Hinblick auf ein mögliches Allergierisiko bewertet. Darunter sind auch Haarfarbstoffe wie Phenylendiamine und Toluylendiamine, die von den Herstellern in Haarkolorationen eingesetzt werden. In sehr seltenen Fällen können diese bei einzelnen Verbrauchern mit entsprechender individueller Disposition allergische Reaktionen auslösen.

Im Gegensatz zu einer klassischen Haarkoloration, welche das Haar mit neuen Farbpigmenten versorgt, werden dem Haar bei Aufhellern und Blondierungen die eigenen Farbpigmente entzogen. Das Haar wird quasi Nuance um Nuance aufgehellt. Sicherheit und Verträglichkeit aller haarfarbverändernden Produkte stehen im Zentrum der Herstelleraktivitäten. Sämtliche Inhaltsstoffe haben sich in zahlreichen Tests zur Verträglichkeit bewährt und wurden auch im Hinblick auf ein mögliches Allergierisiko bewertet. Darunter sind auch Stoffe, die in sehr seltenen Fällen bei einzelnen Verbrauchern mit entsprechender individueller Disposition allergische Reaktionen auslösen können.

Verbraucher, die wissen, dass sie auf Inhaltsstoffe von Haarfarben, zum Beispiel auf para-Phenylendiamin (PPD) oder para-Toluylendiamine (PTD), allergisch reagieren, dürfen in keinem Fall oxidative Haarfärbeprodukte verwenden. Ein entsprechender Sicherheitshinweis befindet sich auf allen Verpackungen und in den Gebrauchsanweisungen. Um Allergien zu vermeiden, sind alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung aufgelistet, und es findet sich zudem der Hinweis darauf, dass haarfarbverändernde Mittel schwere allergische Reaktionen hervorrufen können. Auch hier sollten die Hinweise der Hersteller auf den Verpackungen und in den Gebrauchsanweisungen berücksichtigt werden. Zum Beispiel kann sich auch nach dem Stechen oder Aufbringen eines zeitlich begrenzt haltbaren Tattoos, auch Temptoo genannt, eine Sensibilisierung gegen die auf bzw. in die Haut eingebrachten Farbstoffe entwickeln. Dadurch kann sich das Allergierisiko erhöhen. Wenn Zweifel bestehen, sollte der Verbraucher unbedingt vor der Anwendung eins haarfarbverändernden Mittels einen Hautarzt aufsuchen. Eine weitere Möglichkeit, herauszufinden, ob man möglicherweise auf einen Inhaltsstoff allergisch reagiert, ist die Durchführung eines Selbsttests (Allergieverdachtest). Auch hierzu sollen die Verbraucher bitte genau den auf der Packung und in der Gebrauchsanweisung angegebenen Hinweisen folgen. Die Hersteller von haarfarbverändernden Mitteln haben mit diesem Vortest bereits über viele Jahre hinweg gute Erfahrungen gesammelt. Aktuell laufen weitere Studien, die die Zuverlässigkeit des Selbsttests weiter optimieren sollen.

Um Allergien zu vermeiden, sind alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung aufgelistet, und es findet sich zudem der Hinweis darauf, dass Kolorationen, Blondierungen oder Aufheller in seltenen Fällen Allergien auslösen können. Hier sollten die Hinweise der Hersteller auf den Verpackungen und in den Gebrauchsanweisungen berücksichtigt werden. Wenn Zweifel bestehen, suchen Sie bitte unbedingt einen Hautarzt auf, bevor Sie ein haarfarbveränderndes Mittel anwenden.


Friseure finden wichtige Hinweise zur Haarfärbung in diesem Faltblatt.

Haarfarbverändernde Mittel wie Haarkolorationen, Blondierungen und Aufheller sind umfassend auf ihre Sicherheit geprüft und entsprechen stets dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung. Für diese Produkte gelten in der Europäischen Union strenge gesetzliche Bestimmungen. Die eingesetzten Inhaltsstoffe unterliegen zusätzlich einer ständigen wissenschaftlichen Überwachung durch Fachgremien nationaler und internationaler Behörden. So ist gewährleistet, dass dem Verbraucher sichere und in der Anwendung verträgliche Produkte angeboten werden.

Zahlreiche unabhängige Institutionen sind dieser Frage nachgegangen: Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis für einen Zusammenhang zwischen Haarkolorationen und solchen Erkrankungen. Dies war auch das Ergebnis eines vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) organisierten Symposiums im Oktober 2009. So stellt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel fest: „Ein Krebsrisiko durch Haarfärbemittel besteht für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht“.

Wissenschaftlich gesehen gibt es keinen Grund, während der Schwangerschaft mit dem Kolorieren oder Aufhellen aufzuhören, da die Sicherheit von haarfarbverändernden Mitteln in der Schwangerschaft bei der Produktentwicklung berücksichtigt wird. Allerdings sollten Sie bedenken, dass Ihr Körper während der Schwangerschaft und Stillzeit sensibler auf äußere Einflüsse reagieren kann. Wenn Sie also Zweifel bezüglich Ihrer persönlichen Verträglichkeit haben, befragen Sie bitte unbedingt Ihren Hautarzt, bevor Sie ein haarfarbveränderndes Mittel anwenden.

Diese vier Fragen helfen Ihnen dabei, den richtigen Ton zu finden:

- Wie ist meine Ausgangshaarfarbe?

- Wie lange soll die Haarkoloration halten?

- Habe ich graue Haare?

- Welche Farbveränderung wünsche ich mir?

Auf der Kolorationsverpackung können Sie nachlesen, ob die von Ihnen ausgewählte Nuance für Sie geeignet ist und welches Farbergebnis Sie bei Ihrer Ausgangshaarfarbe erwarten können. Das geschulte Personal im Handel hilft Ihnen gerne. Lesen Sie weiter in der Meldung "Farben für das Haar - so wirken sie".

Die Haarkoloration sollte Strähne für Strähne ohne Verzögerung von der Kopfmitte bis zum Nacken und schließlich auf das übrige Haar aufgetragen werden. Wenn Sie viele graue Haare haben, beginnen Sie dort, wo die Ergrauung am stärksten ist. Bei langem Haar empfiehlt es sich, für die Erstbehandlung zwei Packungen zu verwenden.

Damit das Farbergebnis der Vorgabe auf der Verpackung entspricht, wird empfohlen, die Angaben der Gebrauchsanweisung genau zu beachten. Bei einigen Produkten kann eine zu lange Einwirkzeit ein zu dunkles Farbergebnis bewirken. Es wird daher empfohlen, die angegebene Einwirkzeit nicht zu überschreiten.

Bei Unterschreiten der angegebenen Einwirkzeit kann es zu unerwünschten Farbnuancierungen kommen – bei Blondiermitteln beispielsweise zu einem rötlichen Blond. In diesem Fall hilft eine zweite Anwendung des gleichen Produktes mit entsprechend verkürzter Einwirkzeit.

Das Haar wächst in der Regel 1 cm pro Monat. Daher sollte nach vier Wochen nur der Ansatz entsprechend der Herstellerempfehlung nachbehandelt werden. Wenn zu häufig nachblondiert wird oder die Anwendungsmischung dabei nicht nur auf den nachgewachsenen Ansatz sondern auch in das bereits blondierte Resthaar kommt, riskiert man mögliche Haarschäden. Zu häufige Anwendungen können zudem die Kopfhaut reizen und zu Irritationen führen. Daher ist es wichtig, immer die entsprechenden Herstellerhinweise genau zu beachten.

Das stimmt nicht. Sämtliche haarfarbverändernden Mittel sind umfassend auf Verträglichkeit und Sicherheit geprüft und getestet. Wichtig ist, dass die entsprechenden Herstellerhinweise unbedingt gelesen und befolgt werden. Das bedeutet, die Einwirkzeit weder zu unter- noch zu überschreiten und die Produkte in den jeweiligen zeitlichen Intervallen, entsprechend den Hinweisen in der Gebrauchsanweisung und auf der Verpackung, anzuwenden. So hat man lange Freude an der neuen Haarfarbe und das Haar bleibt gepflegt und gesund.

Nein, wenn Sie das Produkt einmal angemischt haben, müssen Sie die Mischung bitte sofort verwenden und eventuelle Reste entsorgen.

Theoretisch kann man zwei Produkte innerhalb einer einzigen Serie mischen – das Farbergebnis ist aber nicht mit Sicherheit vorherzusagen. Daher sollten Sie Produkte nur dann untereinander mischen, wenn dies ausdrücklich in der Gebrauchsanweisung vorgesehen ist.

Nein, für eine derartige Anwendung in der Nähe von Schleimhäuten und im Gesicht sind die Produkte nicht entwickelt worden. Hier sollten Sie unbedingt auf speziell dafür vorgesehene Produkte zurückgreifen. Ihr Friseur berät Sie gerne.

Der EU-Gesetzgeber hat sich entschieden, die Warnhinweise für haarfarbverändernde Mittel weiter zu präzisieren. In diesem Zusammenhang hat er neue Hinweise in die schon bestehenden Warnhinweise aufgenommen. Dabei wurde der immer schon erforderliche Warnhinweis „Nicht zur Anwendung bei Kindern bestimmt“ bewusst weiter konkretisiert. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die sichere Anwendung von haarverändernden Produkten einen verantwortlichen Umgang erfordert. Mit einer solchen Altersgrenze will der Gesetzgeber sicherstellen, dass eine verantwortungsvolle Entscheidung hinsichtlich der Typveränderung, der Häufigkeit und Auswirkung einer Farbbehandlung getroffen wird.

Nein. Der altersbezogene Hinweis betrifft lediglich die Anwendung des Produktes und stellt keine Einschränkung des Verkaufs von Haarkolorationen oder Blondierungen dar. Diese können daher auch weiterhin gekauft werden, ohne dass ein Ausweis gezeigt werden muss.