Schönheitsideale der Zukunft

Die Nase ist zu groß, die Beine könnten länger sein und die Lippen voller: Viele junge Frauen würden fast alles dafür geben, so auszusehen, wie die Models auf Instagram, YouTube und Co. Da lässt sich zwar mit Photoshop einiges anstellen, doch die Realität bleibt dieselbe. In der Studie „Schöner.Leben“ hat das Zukunftsinstitut im Auftrag des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel (IKW) untersucht, welche Rolle Schönheitsideale in Zukunft spielen werden.

Wichtigste Erkenntnis: Es wird das eine, für alle verbindliche Schönheitsideal, bald nicht mehr geben. Denn das immer gleiche Gesicht und die immer gleiche gute Figur verlieren auf Dauer ihren Reiz. Auch sind die in den Medien geschaffenen Idealbilder immer mehr in der Kritik und eine gewisse Vielfalt ist gefragter denn je. Auf einmal ist der kleine Makel, die füllige Figur oder die besondere Hautfarbe viel interessanter – das Authentische und Echte wird zum neuen Trend.

Der Gegenpol zum Natürlichkeits-Trend ist der Trend hin zur absoluten Transformation des Äußeren mit allen Mitteln – von Make-Up über Instagram-Filter und Photoshop bis hin zur plastischen Chirurgie. Der Fokus auf das Äußere und der Drang nach Selbstinszenierung auf den Social-Media-Kanälen lässt sogar bei jungen Leuten die Bereitschaft steigen, sich für die Schönheit unters Messer zu legen, so die Zukunftsstudie. Einige sehr stark operierte Menschen erklären das „Plastic Life“ zum Lebensstil und zeigen sich in den sozialen Medien unter Hashtags wie #plasticsurgery oder #plasticfantastic.

Jeder wird sich in Zukunft den Schönheitstrend heraussuchen, der am besten passt. Die Produkte der Schönheitspflege helfen dabei, die eigene Persönlichkeit hervorzuheben: In Zukunft soll nicht auf Make-up verzichtet werden. Es geht eher darum, mit dem Make-up das Positive und Individuelle der Persönlichkeit zu unterstreichen. So entwickelt sich eine neue Vielfalt, sowohl in der Gesellschaft als auch speziell bei Konsummustern, Schönheitsidealen und den entsprechenden Produkten. Auch für die Anbieter geht der Trend zu mehr Vielfalt bis hin zu hyperindividualisierten Produkten, die speziell auf einzelne Verbraucher zugeschnitten sind.