Ladies first: Frauen sind unabhängiger als Männer denken

Während Männer sich gerne nüchtern, sachlich und lösungsorientiert präsentieren, scheint es bei Frauen immer ein bisschen Drama zu geben. Probleme werden nicht verschwiegen, sondern genauestens besprochen, analysiert und wenn möglich von allen Seiten betrachtet. Was auf den ersten Blick so wirkt, als seien Männer souveräner und selbstbewusster, stellt sich bei genauerer Betrachtung lediglich als eine andere Möglichkeit heraus, mit dem Erlebten umzugehen und sich darzustellen. Anders als Männer, die durch eine Versachlichung ihrer Gefühle Verunsicherungen und Krisen rationalisieren und herunterkochen, setzen sich Frauen intensiv mit Lebensthemen auseinander. Indem sie ihre Erlebnisse teilen und einander zuhören, bestärken sie sich gegenseitig darin, was sie schon alles bewältigt haben. 61 Prozent der Frauen sagen in der tiefenpsychologisch repräsentativen IKW-Studie „Boomer ungeschminkt“, dass sie stolz darauf sind, was sie alles schaffen und geschafft haben – bei den Männern sind es hingegen nur 45 Prozent.

Insgeheim wissen Frauen, wie stark sie sind

Frauen sehen gerade in der Fähigkeit, Schwierigkeiten zu meistern und den Alltag zu wuppen, eine Bestätigung ihrer Wirkmächtigkeit. Und die meisten durchschauen die vermeintliche Überlegenheit der Männer. 68 Prozent der weiblichen Studienteilnehmer geben an, dass die Männer zwar immer alles im Griff haben wollen. Aber insgeheim wissen die Frauen, dass sie das starke und selbstbewusstere Geschlecht sind. Und nicht nur das. Auch wenn es darum geht, unabhängig zu sein, wissen Frauen, worauf sie zählen können und was ihnen wichtig ist.

Unabhängigkeit spielt für Frauen eine große Rolle

Ihre Arbeit ist Frauen zum Beispiel sehr wichtig. In der Studie zeigt sich: Je unabhängiger und eigenständiger sich Frauen in ihrem Job entwickeln und je eigenständiger sie Geld verdienen können, umso selbstbewusster fühlen sich. Für Männer ist der Job zwar auch zentral für ihr Selbstbewusstsein. Hier geht es aber eher um den Wettbewerb untereinander und um das Bewusstsein, als Mann nicht versagt zu haben.

Und auch Freundschaften haben für Frauen eine große Bedeutung. Die gegenseitige Unterstützung, die sich Frauen in engen Freundschaften gewähren, gibt ihnen viel Bestätigung und stärkt das Selbstbewusstsein. Denn Frauen wissen, dass sie sich auf ihr privates Netzwerk verlassen können. Sollte eine Beziehung scheitern, fallen sie nicht so tief, da sie mit anderen Frauen reden können. Männer haben hingegen kaum jemanden, mit dem sie über Gefühle sprechen können. Nach außen geben sie sich gerne cool und abgeklärt. Nur wenige sprechen aber über das, was sie wirklich bewegt. Die Studie offenbart jedoch, dass gerade die Partnerin die engste Vertraute des Mannes ist: 81 Prozent der Männer reden am ehesten nur mit der Partnerin. Kommt es zur Trennung, ist es für das vermeintlich starke Geschlecht deutlich schwerer, darüber hinwegzukommen.

Tatsächlich sind also Partnerschaften für Männer viel relevanter, während das Selbstwertgefühl der Frauen unabhängiger von den Männern ist. Sie kommen auch ganz gut alleine klar. Das zeigt sich auch in den Zahlten: 65 Prozent der Frauen sagen, dass sie gerne Zeit ohne ihren Partner verbringen, während nur 52 Prozent der Männer das gleiche über ihre Partnerin sagen. Und für 57 Prozent der Frauen ist es wichtig, auch als Single ohne Partner gut leben zu können. Bei den Männern sind es nur 47 Prozent, die sich das Alleinsein gut vorstellen können.

Mehr Infos, was Kosmetik und das Aussehen mit Unabhängigkeit zu tun haben, gibt’s demnächst in einer weiteren Veröffentlichung zur Studie.