IKW Beauty-Tipp: Selbstbräuner richtig anwenden

Jetzt ist es bald wieder so weit: An den ersten frühlingswarmen Tagen freuen wir uns, Luft und Sonne an die Haut zu lassen. Wem die Winterblässe auf Armen, Beinen und im Gesicht zu fahl ist, für den sind Selbstbräuner eine gute Alternative. Sie verleihen der Haut schnell einen schönen Glow und können vor dem Start in die Freiluftsaison ebenso angewendet werden wie zum Erhalt der Urlaubsbräune im Sommer. Hier gibt es die passenden IKW-Beauty-Tipps, wie Selbstbräuner wirken und wie sie angewendet werden:

Wie wirken Selbstbräuner?

Anders als beim normalen Bräunungsvorgang wirken Selbstbräuner unabhängig von der Sonneneinstrahlung. Ihr wichtigster Inhaltsstoff ist Dihydroxyaceton (DHA), ein aus Glycerin gewonnener Zucker, der auch im Stoffwechsel des Menschen vorkommt. Nach Auftragen des Selbstbräunungs-Produkts reagiert DHA mit den freien Aminosäuren und Proteinen der Haut. Dabei kommt es nach etwa drei bis vier Stunden, bei einigen Produkten bereits nach einer Stunde, zu einer Braunfärbung der obersten Hautschicht. Die erzielte Tönung hält zwischen drei und fünf Tagen an und verschwindet allmählich mit der normalen Hautabschilferung. Spätestens nach zehn bis fünfzehn Tagen ist die Haut wieder vollständig entfärbt. Aber Achtung: Im Gegensatz zur natürlichen Hautbräunung durch Melanin wird mit Selbstbräunern keine Schutzwirkung gegen Sonnenbrand erreicht.

Welche Produkte gibt es?

Bei der Wahl des passenden Selbstbräuners sollte man den eigenen Hautzustand berücksichtigen. Während für trockene Haut beispielsweise selbstbräunende Cremes ideal sind, gibt es für Anwender mit fettiger Haut ölfreie Selbstbräunungs-Lotionen oder Selbstbräunungs-Gele. Selbstbräunungs-Emulsionen und -Sprays eignen sich hingegen für alle Hauttypen.

Während die meisten Selbstbräunungs-Produkte für den ganzen Körper geeignet sind, gibt es auch Selbstbräuner speziell für das Gesicht. Sie werden vorrangig in Cremeform angeboten. Mit unterschiedlich hohen Anteilen an DHA sind die Gesichtsselbstbräuner auf verschiedene Hauttöne abgestimmt.

Was sollte man vor der Anwendung eines Selbstbräuners beachten?

Wichtig ist, dass die Haut vor der Anwendung des Selbstbräuners gründlich gereinigt wird. Denn: Verunreinigungen wie Staub, Creme- oder Make-up-Reste im Gesicht können eine gleichmäßige Tönung beeinträchtigen. Auch abgestorbene Hautschüppchen können das Ergebnis unschön aussehen lassen. Tipp: Durch ein Peeling vorab wird die Haut gründlich gereinigt und abgestorbene Hautschüppchen entfernt. Und: Vor dem Auftragen des Selbstbräuners auf Beine und Unterarme empfiehlt es sich, die Härchen zu entfernen, denn auch sie können zu einer fleckigen Braunfärbung führen. Optimal ist eine Haarentfernung am Abend zuvor, dann kann sich die Haut über Nacht wieder beruhigen.

Wie trägt man den Selbstbräuner am Körper auf?

Bei der Anwendung am Körper wird der Selbstbräuner streichend in einer dünnen Schicht aufgetragen. Zur Intensivierung der Tönung wird die Anwendung wiederholt, anfangs etwa alle zwei Tage. Ist der gewünschte Bräunungsgrad erreicht, genügt eine Anwendung pro Woche.

Wie trägt man den Selbstbräuner im Gesicht auf?

Zum Bräunen des Gesichts wird der Selbstbräuner auf Stirn, Nase und Kinn aufgetupft und in kreisförmigen Bewegungen von der Mitte nach außen verteilt. Dabei den Übergang vom Kinn zum Hals sorgfältig verwischen. Tipp: Augenbrauen und Haaransatz sollten ausgespart werden, da sich der Selbstbräuner zwischen den Haaren sammelt und die Haut dort dunkler färbt. Selbstbräuner, der versehentlich auf die behaarten Stellen gekommen ist, wird mit einem feuchten Tuch entfernt.

Was sollte man beim Auftragen beachten?

Optimal auftragen lassen sich die Produkte mit Einweghandschuhen, Schwämmchen oder einem Wattebausch. Verzichtet man auf diese Hilfsmittel, müssen die Hände anschließend gründlich gewaschen werden – auch zwischen den Fingern und um die Nägel. Andernfalls können unnatürliche Flecken auf den Handinnenflächen und bräunliche Ränder unter den Nägeln zurückbleiben. Ist trotz aller Vorsicht beim Auftragen des Selbstbräuners eine Panne passiert, hilft ein Peeling. Damit kann man Flecken oder Streifen zwar nicht völlig retuschieren, aber doch etwas lindern.

Um ein Verschmutzen der Kleidung zu verhindern, sollte man nach dem Auftragen des Selbstbräuners so lange mit dem Anziehen warten, bis er vollständig eingezogen ist. Das dauert etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Außerdem sollte in den ersten drei Stunden nach dem Auftragen weder geduscht noch gebadet werden, sonst können sich Flecken bilden. Auch schweißtreibende Tätigkeiten wie Sport sind in dieser Zeit zu vermeiden.

Wie hält das Ergebnis länger?

Reichhaltige Körperlotionen oder feuchtigkeitsspendende Cremes pflegen die Haut nicht nur, sie verzögern auch den Abschuppungsprozess der obersten Hautschicht. Die Bräune bleibt so gleichmäßig schön und hält länger. Sind einem Selbstbräunungs-Produkt keine weiteren Pflegezusätze zugefügt, trägt man nach der Anwendung eine Feuchtigkeitscreme oder Bodylotion auf – allerdings nicht zu früh, damit der Selbstbräuner vollständig eingezogen ist und die Haut genügend Zeit hat, mit den bräunenden Wirkstoffen zu reagieren.