Digital Beauty

Die Bedeutung von gutem Aussehen steigt durch die sozialen Medien enorm – besonders unter jungen Menschen. In der Studie „Schöner.Leben“ hat das Zukunftsinstitut im Auftrag des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel (IKW) untersucht, welche Rolle das digitale Zeitalter für die Schönheitspflege spielen wird.

Wichtigste Erkenntnis: Soziale Medien, Blogs und Vlogs sind zukünftig die zentralen Leitmedien rund um die Schönheitspflege. Für die Händler werden Transparenz und Kundenkommunikation in den digitalen Medien immer wichtiger. Denn Ideale, Kultmarken und Trends rund ums Aussehen entstehen künftig hauptsächlich online. Informationen über Produkte und Inhaltsstoffe sowie Techniken und Routinen sind durch Apps und Websites ständig verfügbar. Dafür sorgen vor allem YouTuber, Blogger, Instagram-Stars und andere Influencer. Sie werden zu den wichtigsten Schnittstellen zwischen den Marken und den Verbrauchern.

Rundum-sorglos-Paket

Der Kunde der Zukunft erwartet kuratierte Angebote und perfekt auf ihn zugeschnittene Services – weit über Kaufempfehlungen hinaus. Big Data und künstliche Intelligenz machen es möglich, und so werden die Kosmetikhersteller zu einem Full-Service-Dienstleister, der das Wohlergehen des Individuums in den Mittelpunkt stellt. Der Beauty-Service der Zukunft weiß noch vor dem Verbraucher, was er als nächstes braucht: Während der Einwirkzeit der Gesichtsmaske wird eine Meditation abgespielt, das Shampoo riecht nach den Orangenblüten des letzten Sardinien-Urlaubs und das neue Hautöl wird mit dem passenden Nahrungsergänzungsmittel geliefert.

Achtsamkeitstrend

Die Always-Online-Kultur des digitalen Zeitalters führt zu einem Gegentrend: Achtsamkeit wird zum Kernelement der Schönheitspflege und künftig als Teil eines ganzheitlich nachhaltigen Lebensstils praktiziert. Was zählt, ist das Gefühl, sich selbst etwas Gutes zu tun und achtsam mit sich und seinem Körper umzugehen. Schönheitspflege eignet sich besonders gut als alltägliche Achtsamkeitspraxis. Sich selbst zu pflegen ist für viele Menschen gleichbedeutend mit einer Auszeit von der beschleunigten und hypervernetzten Welt: Der Rückzug ins Badezimmer gilt als ritualisierter Ausstieg aus dem Alltag. Laut der Studie bezeichnet die Mehrheit der Deutschen ihr Bad als Rückzugsort, an dem sie für sich allein sein möchten und ihre Ruhe vor der ständigen digitalen Reizüberflutung haben.