Die Verwendung von Titandioxid in Kosmetik ist sicher

Titandioxid wird sowohl in Lebensmitteln als auch in kosmetischen Produkten wie Pudern, Hautcremes, Sonnenschutzmitteln oder Zahncremes verwendet. In Kosmetika wird Titandioxid unter anderem als weißes Farbpigment und als UV-Filter eingesetzt. Der Stoff unterliegt den strengen Reinheitskriterien für Lebensmittel und wurde von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA wiederholt als gesundheitlich unbedenklich eingestuft, zuletzt 2018. Und auch das SCCS, das zuständige wissenschaftliche Beratergremium der EU-Kommission, bewertet die Verwendung von Titandioxid in kosmetischen Produkten als sicher. 

Verbot von Titandioxid in Lebensmitteln in Frankreich?

Trotz der Einstufung durch die EFSA hat die französische Behörde für Ernährungssicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz Anses (Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail) in einer aktuellen Stellungnahme bekannt gegeben, die Verwendung von Titandioxid (Lebensmittelfarbstoff E171) in Lebensmitteln ab 2020 zu verbieten. Nach Ansicht der französischen Behörde seien nicht ausreichend Daten vorhanden, um alle Unsicherheiten hinsichtlich einer sicheren Verwendung von Titandioxid in Lebensmitteln auszuräumen.

Hierbei bezieht sich Anses insbesondere auf eine Studie des französischen Nationalen Instituts für Agrarforschung (INRA), die im Tierversuch Hinweise darauf gefunden haben will, dass die langfristige Aufnahme von Titandioxid mit einem erhöhten Risiko von chronischen Entzündungen und Krebserkrankungen verbunden sein kann. Die Forscher hatten selbst jedoch sehr deutlich darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse der Studie nicht auf den Menschen übertragbar seien, sondern als Grundlage für zukünftige Forschungen verwendet werden sollen. 

Kosmetische Mittel sind von diesem nationalen Verbot, das sich nur auf Nahrungsmittel bezieht, nicht betroffen. Die Sicherheit der Verbraucher hat für die Kosmetik-Industrie oberste Priorität. Es ist das Anliegen der Hersteller, den Verbrauchern nur sichere und wirksame Produkte anzubieten. Dies wird durch eine umfangreiche europäische Gesetzgebung und die Sicherheitsbewertungen von Experten gewährleistet. Die Hersteller und der IKW verfolgen die derzeitige wissenschaftliche Diskussion weiterhin sehr aufmerksam.