Alternative Testmethoden für Verbrauchersicherheit

Seit dem 11. März 2013 gilt in der EU ein vollständiges Vermarktungsverbot für im Tierversuch getestete Kosmetika oder Inhaltsstoffe solcher Produkte. Dieser wichtige Meilenstein in Sachen Tierschutz entspricht in vollem Umfang den Zielen der Hersteller. Denn schon seit den 1980er Jahren hat die Kosmetikindustrie durch eigene Forschungsanstrengungen und erhebliche Investitionen aktiv dazu beigetragen, dass die erforderlichen Sicherheitsbewertungen mit Hilfe alternativer Testmethoden möglich wurden.

Auf dieser Basis unterstützen der europäische Verband der Kosmetikhersteller, Cosmetics Europe, sowie der IKW als Mitglied von Cosmetics Europe Initiativen, die den gleichen Zielen verpflichtet sind. Dazu zählt auch die bei der EU-Kommission registrierte „European Citizens’ Initiative ‘Save cruelty-free cosmetics – Commit to a Europe without animal testing‘“,  die wichtige Fragen aufgeworfen hat. Demnach finden für Inhaltsstoffe kosmetischer Mittel sowohl die Kosmetik-Verordnung, die In-vivo-Tests – also Tierversuche – zu ihrer Absicherung seit 2009 verbietet, als auch die REACH-Verordnung (REACH: Registration, Evaluation, Authorization and Restriction of Chemicals) Anwendung. In der Praxis kann das dazu führen, dass die europäische Chemikalienagentur ECHA unter bestimmten Umständen Daten aus Tierversuchen für die Absicherung kosmetischer Inhaltsstoffe verlangen kann.

Die Kosmetikhersteller in Deutschland und der EU sind Vorreiter bei der Entwicklung alternativer Testmethoden und Konzepte für die Sicherheitsbewertung kosmetischer Mittel. Gemeinsam haben die Unternehmen und ihre Verbände auf diesem Feld wegweisende Resultate erzielt und investieren weiterhin in die entsprechende Forschung. Internationale Verbände, ihre Mitgliedsunternehmen, Industriepartner und vielfältige weitere Stakeholder arbeiten derzeit an einem neuen, weltweiten wissenschaftlichen Programm, um die Akzeptanz alternativer Testmethoden weiter zu stärken und gleichzeitig die Umweltverträglichkeit und Sicherheit der Produkte zu gewährleisten.

Die europäische Kosmetikindustrie setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass vorhandene und weiter zu entwickelnde Alternativen zu Tierversuchen für die Sicherheitsbewertung kosmetischer Mittel und ihrer Inhaltsstoffe durchgängig anerkannt werden und appelliert an die zuständigen Behörden wie die ECHA (Europäische Chemikalienagentur), diesen ethischen und verantwortlichen Ansatz mitzutragen. Dies halten wir für den richtigen zukunftsweisenden Weg in der EU.

Nur eine solide Sicherheitsbewertung kosmetischer Produkte, die auf der Sicherheit der Inhaltsstoffe und der Verfügbarkeit robuster Methoden zur Bewertung dieser Inhaltsstoffe basiert, gewährleistet ein hohes Maß an Verbrauchersicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.

Mehr Informationen zum Engagement der Kosmetikhersteller bietet die Broschüre „Non-Animal Approaches to Safety Assessment of Cosmetic Products“ von Cosmetics Europe.

Fragen und Antworten zu Tierversuchen und Alternativmethoden