Die IKW-Zukunftsstudie – Echt ist das neue schön

Welche Trends und Einflüsse in den nächsten 50 Jahren in der Schönheitspflege bestimmend sein werden, stellt das Zukunftsinstitut im Auftrag des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel e. V. vor.

Gutes Aussehen hat Hochkonjunktur. Ob dieser Trend in Zukunft weiter besteht, sich wandelt oder ganz auflösen wird, zeigen die Ergebnisse der großen IKW-Zukunftsstudie „Das neue Schön". Die Studie beleuchtet die für die Schönheitspflege relevanten Megatrends der heutigen Zeit und zeigt auf, wie sich unsere Lebensstile verändern und die damit zusammenhängenden Ansprüche wandeln werden.

Für die Schönheitspflege bedeutet dies konkret: Wir werden uns in Zukunft von einem alles bestimmenden Schönheitsideal verabschieden. Da unsere Lebensstile und Biografien immer vielfältiger werden, führt dies auch zu einer größeren Vielfalt der Wertvorstellungen. Zukünftig werden gerade die Abweichungen von der Norm mehr gefragt sein. Individuelle Schönheit, die authentisch und natürlich ist, gewinnt verstärkt an Bedeutung. Kosmetik nur für Frauen? Das war einmal. Auch Männer wünschen sich zunehmend mehr Ausdrucksmöglichkeiten. Und Männerkosmetik, die auch vor Make-up und Concealer nicht zurückschreckt, ist bald keine Zukunftsmusik mehr, sondern wird ganz selbstverständlich im Drogerieregal neben Produkten für Frauen stehen.

Präsentiert werden die vielen individuellen Ausdrucksmöglichkeiten von Schönheit in Social Networks, die bereits heute für viele die bestimmenden Medien sind. Hier findet jeder seine passende Community, die den eigenen Lebensstil praktiziert und Werte, Techniken und Wissen rund um das jeweilige Schönheitsideal vermittelt. Lena Papasabbas, Studienleiterin beim Zukunftsinstitut, erklärt: „Das Interessante bei Trends ist, dass sich fast immer ein Gegentrend entwickelt. Beide Strömungen können eine Zeit lang nebeneinander existieren. Wir beobachten gerade in der Sphäre des Digitalen einen Shift vom perfekten Selfie in Richtung von Authentizität und Achtsamkeit. Individuelle Schönheitsbilder, die bisher nur in Nischen gezeigt wurden, finden sich online in starken Gruppen zusammen und kreieren neue alternative Idealbilder."

In Zeiten des demografischen Wandels bedeutet dies, dass sich die Generation 65+ nicht mehr am Optimierungsstreben und Jugendwahn beteiligen will. Die neuen Alten propagieren Free- Aging und wünschen sich anstatt Anti-Aging vielmehr Produkte, die ihren achtsamen, nachhaltigen und aktiven Lebensstil unterstützen. Achtsamkeit wird daher auch zum stärksten Gegentrend der Digitalisierung und wird die Schönheitspflege zukünftig entscheidend beeinflussen.

Birgit Huber, Leiterin des Kompetenzpartners Schönheitspflege beim IKW: „Uns hat interessiert, wie sich das Leben der Verbraucher in Zukunft ändern wird und welche Auswirkungen dies auf die Schönheitspflege hat. Die Studie hat gezeigt, dass sich Werte und Lebensstile zwar wandeln werden und mit ihnen die Anforderungen an Kosmetika. Was jedoch bleibt, ist deren große Bedeutung für das Leben der Menschen."

Interessante Fakten stehen für Sie auf der Seite www.ikw-zukunftsstudie.org

bereit.