Fragen & Antworten zum Waschen und Trocknen

Weichspüler haben eine Reihe nützlicher Eigenschaften. In erster Linie machen sie die Textilien weich. Viele Hautärzte empfehlen Menschen mit empfindlicher Haut (z. B. Neurodermitis-Patienten) die Verwendung von Weichspülern, weil so die Reibung der Wäsche auf der Haut geringer ist. 

Darüber hinaus lässt sich die Wäsche leichter bügeln, was Energie spart. Sie lädt sich weniger elektrostatisch auf und wird vor schnellem Verschleiß geschützt: Farbe und Form bleiben länger in gutem Zustand. Viele Verbraucher verwenden Weichspüler wegen des Duftes, den die Wäsche annimmt. Es gibt aber auch parfümfreie Varianten.

Vorsicht: Essigsäure kann die Kunststoff- und Metallteile der Waschmaschine angreifen! Waschmaschinen-Hersteller raten daher dringend vom Gebrauch von Essig ab.

Weißwein kann tatsächlich frische Rotweinflecken verdünnen. Wesentlich preiswerter und genauso gut lässt sich ein frischer Rotweinfleck jedoch mit klarem Wasser verdünnen. Am besten den noch feuchten Rotweinfleck sofort mit Wasser ausspülen und die Flüssigkeit mit einem trockenen, farbechten Tuch aufnehmen. Ältere, getrocknete Rotweinflecken werden am besten mit Bleichmitteln entfernt, die in festen Voll- bzw. Universalwaschmitteln enthalten sind.

Mit Milch erzielt man auch eine Verdünnung von Rotweinflecken, hat aber im Vergleich zum Leitungswasser zum wesentlich höheren Preis auch noch den Nachteil, dass man Fett und Eiweiß (aus der Milch) auf die Tischwäsche aufbringt.

Kochsalz auf frischen Rotweinflecken nimmt ein wenig von dem Rotwein auf.

Die Pflegeetiketten in den Kleidungsstücken müssen beachtet werden! Nachfolgende Hinweise zur Wäsche und zum Trocknen gelten nur, wenn das Pflegeetikett die Wäsche und die Trocknungsart zulassen.

Zur Wäsche werden benötigt: 

 

  • Daunenwaschmittel oder ein für Daunen geeignetes Fein- bzw. Wollwaschmittel 
  • Eine Waschmaschine, möglichst mit einer Waschtrommel, die mindestens sechs Kilogramm Trockenwäsche fasst 
  • Zwei bis vier saubere Tennisbälle 

Daunenjacke separat von anderer Wäsche und einzeln waschen, zwei bis vier Tennisbälle mit in die Waschmaschine geben. Sie haben eine zusätzliche mechanische Reinigungswirkung. 

Als Waschtemperatur kann max. 40 °C gewählt werden, wenn das Pflegeetikett diese Temperatur zulässt. 

Am besten im Spezialschonwaschgang (z. B. „Feinwäsche“: hoher Wasserstand, geringe Trommelbewegung) waschen. Auf alle Fälle aber mit einem Waschprogramm mit Schleudergang waschen und den letzten Schleudergang wiederholen, da Daunen ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen. 

Die Daunenjacke auf keinen Fall nach dem Waschen zum Trocknen auf eine Wäscheleine hängen! Das reine Lufttrocknen und Aufschütteln ohne Wäschetrockner reicht nicht aus. Die Daunen würden verklumpen und die Daunenjacke würde dadurch unbrauchbar. Daunenklumpen können durch erneutes Waschen und Trocknen im Wäschetrockner nicht mehr aufgelöst werden. 

Einen Wäschetrockner mit möglichst großer Trocknertrommel (möglichst sechs Kilogramm-Trocknertrommel) und zwei bis vier saubere, farblose Tennisbälle verwenden. 

Die Daunenjacke immer separat von anderer Wäsche und einzeln trocknen. 

Zwei bis vier saubere Tennisbälle in den Wäschetrockner geben, damit die feuchten, durch das Waschen aneinander haftenden Daunen beim Trocknen richtig aufgewirbelt werden. 

Bei hoher Temperatur (maximal 100 °C) den ersten Trocknungsvorgang mit 60 Minuten Dauer durchführen, danach die Daunenjacke für mindestens eine Stunde auskühlen lassen und gelegentlich aufschütteln. 

Bei hoher Temperatur (maximal 100°C) den zweiten Trocknungsvorgang mit 60 Minuten Dauer durchführen, danach nochmals für mindestens eine Stunde auskühlen lassen und gelegentlich aufschütteln. 

Anschließend die kalte Daunenjacke auf Restfeuchtigkeit prüfen. Die Daunenjacke muss in kaltem Zustand geprüft werden, da sie im warmen Zustand trocken erscheint, auch wenn die Daunen noch feucht sind. 

Gegebenenfalls nochmals einen weiteren Trocknungsgang mit kürzerer Trocknungszeit und anschließendem Auskühlen durchführen, bis die Daunenjacke im kalten Zustand trocken ist.

Baumwoll-, Leinen- oder Synthetikwäsche mit Schweißflecken sollte mit einem pulverförmigen, bleichmittelhaltigen Voll- bzw. Universalwaschmittel gewaschen werden. Wenn sich die Flecken dadurch nicht entfernen lassen, dann hilft meist Einweichen in heißem Wasser mit Voll- bzw. Universalwaschmittel und zusätzlich mit bleichmittelhaltigem Fleckensalz oder Fleckengel.

Die Hersteller von Turnschuhen raten davon ab, diese Schuhe in der Waschmaschine zu waschen, weil sich z. B. Nähte und die Verleimung lösen können. Die Garantie der Schuhhersteller erlischt, wenn Schuhe in der Maschine gewaschen wurden. 

Zur Reinigung der Schuhe von Hand gibt es Spezialprodukte (in Drogeriemärkten oder im Schuhfachhandel), die auch für Kombinationen unterschiedlicher Materialien geeignet sind, wie sie bei Turnschuhen häufig vorkommen können, zum Beispiel Leder, Synthetik und Gummi.

Hersteller von Markenrucksäcken raten davon ab, den Rucksack in der Waschmaschine zu waschen. Sie übernehmen bei Schäden am Material nach Maschinenwäsche keine Garantie. Stoffrucksäcke können in einer kleinen Wanne mit kaltem oder lauwarmem Wasser und Feinwaschmittel gewaschen werden. Danach gut trocknen lassen.

Von Sport-Funktionskleidung wird oft berichtet, dass sie nach dem Waschen und Trocknen unangenehm riecht. Abhilfe schaffen hier spezielle Waschmittel für Sportkleidung oder, zusätzlich zum normalen Waschmittel, die Verwendung von Hygienespülern anstelle von Weichspülern. Für helle oder weiße Funktionskleidung eignet sich auch ein Voll- bzw. Universalwaschmittelpulver oder -Tabs (mit Bleichmittel).

Wenn Grasflecken ganz frisch sind, lassen sie sich durch Wasser und Tenside entfernen. Für die Entfernung gealterter Grasflecken braucht man Bleichmittel, die in Voll- bzw. Universalwaschmittel-Pulvern oder Tabs enthalten sind oder auch als Fleckensalze („Oxi-Produkte“) angeboten werden. 

Die Grundlage der Gallseife ist Kernseife. Darin eingearbeitet sind bis zu acht Prozent Ochsengalle. Die Gallenflüssigkeit ("Galle") besteht aus Wasser (ca. 87 Prozent), Gallensäure (ca. 9 Prozent), Gallenfarbstoffe (3 Prozent) sowie Cholesterin, Fettsäuren, Proteinen und anorganischen Stoffen. Sie reagiert alkalisch („basisch“, hoher pH-Wert) und hat dadurch zusätzlich eine quellende Wirkung auf Fasern. Den basischen pH-Wert kann man z. B. am Umschlagen der Farbe von Rotweinflecken beobachten.