Inhaltsstoffe von Waschmitteln, Maschinen- und Handgeschirrspülmitteln

Alkohole

Alkohole unterstützen die Wirkung von Reinigungsprodukten und ermöglichen, dass in flüssigen Waschmitteln die erforderlichen Tensid-Anteile gelöst werden können. In höheren Konzentrationen wirken Alkohole auch konservierend.

Bleichmittel

Bleichmittel entfernen nicht auswaschbare farbige Verschmutzungen wie Obstflecken, Gemüseflecken oder Rotweinflecken. Sie wirken oxidativ durch Sauerstoff und tragen zu einer gründlichen Reinheit der Wäsche bzw. des Spülguts bei. Als Träger des Sauerstoffs wird überwiegend Natriumpercarbonat eingesetzt. Optimal wirken Bleichmittel alleine jedoch erst bei höheren Waschtemperaturen (über 60 °C). Daher werden zumeist Bleichaktivatoren zugesetzt.

Bleichaktivatoren

Bleichaktivatoren erhöhen die Wirksamkeit der Bleichmittel bei niedrigen Temperaturen. Als Aktivator wird hauptsächlich TAED (Tetraacetylethylendiamin) verwendet. Durch die Kombination von Bleichmittel und Aktivator lässt sich bereits bei geringen Waschtemperaturen, also energiesparend, eine gute Fleckentfernung und Hygienewirkung erreichen.

Bleichstabilisatoren

Bleichstabilisatoren verhindern Schäden am Textilgewebe. Schwermetalle im Wasser und Schmutz können aus den Bleichmitteln unkontrolliert Sauerstoff freisetzen, was zu Faserschäden führen oder die Wirksamkeit der Bleiche gegen Flecken verringern kann. Bleichstabilisatoren, z. B. Phosphonate, binden die Schwermetalle und machen sie so unwirksam. Phosphonate sind biologisch nur langsam abbaubar, werden aber mit dem Klärschlamm eliminiert. Sie sind gegenüber Wasserorganismen ungiftig.

Duftstoffe

Duftstoffe überdecken den Eigengeruch von Waschmitteln, Weichspülmitteln und Geschirrspülmitteln und lassen Wäsche angenehm duften. Speziell für Verbraucher mit Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Duftstoffen werden jedoch auch duftstofffreie oder duftstoffarme Waschmittel angeboten. Sie werden entsprechend beworben.

Emulgatoren

Emulgatoren werden in Weichspülern eingesetzt und verteilen das kationische Tensid, das für den Weichspüleffekt verantwortlich ist, im Spülwasser. Außerdem unterstützen sie ein gleichmäßiges Aufziehen des Tensids auf das Gewebe. Als Emulgatoren dienen hauptsächlich nichtionische Tenside.

Enzyme

Enzyme sind ideale Schmutzlöser. Besonders wichtig sind sie für das Ablösen angetrockneter Verschmutzungen. Bei Enzymen handelt es sich um Eiweißkörper, die nur mit bestimmten Verbindungen reagieren und diese in kleine lösliche Teile zerlegen. Proteasen beispielsweise bauen eiweißhaltigen, Amylasen stärkehaltigen und Lipasen fetthaltigen Schmutz ab. Daneben werden auch Cellulasen verwendet. Sie beseitigen beschädigte Baumwollfasern (Fusseln) und glätten sie. Durch Cellulase behalten farbige Gewebe ihre Leuchtkraft, gleichzeitig wird der Schmutz entfernt.

Enzyme wirken schon in sehr geringen Mengen, insbesondere bei niedrigen Temperaturen. In Waschmitteln und Maschinengeschirrspülmitteln sind Enzyme unverzichtbar, weil sie in Verbindung mit einem Minimum an Tensiden und bei niedrigen Waschtemperaturen eine sehr gute Reinigung erzielen.

Hergestellt werden die Enzyme heute fast ausschließlich mit gentechnischen Verfahren. Durch umfassende Maßnahmen ist sichergestellt, dass sie für Verbraucher und Umwelt ebenso sicher sind wie die klassisch produzierten Enzyme. Zur Information der Verbraucher gibt jeder Hersteller die verwendeten Enzymtypen im Internet an.

Farbübertragungsinhibitoren

Farbübertragungsinhibitoren werden insbesondere in Colorwaschmitteln und Feinwaschmitteln eingesetzt. Sie vermindern die Übertragung abgelöster Farbpartikel im Waschvorgang. Die vorrangig verwendeten Verbindungen auf Basis von Polyvinylpyrrolidon hindern abgelöste Farbteilchen daran, sich wieder auf dem Gewebe anzulagern. Das Risiko von Verfärbungen wird so verringert, die Nutzbarkeit der Wäsche verlängert.

Konservierungsmittel

Konservierungsmittel schützen flüssige Produkte vor mikrobiellem Befall. Pulverförmige Waschmittel und Spülmittel und konzentrierte Produkte dagegen sind in der Regel selbstkonservierend und benötigen keine Konservierungsmittel.

Optische Aufheller

Optische Aufheller machen den unsichtbaren ultravioletten Anteil des Lichtes sichtbar. Es sind sogenannte „fluoreszierende Stoffe“, die gegen einen Gelbstich von weißen Textilien wirken und sie dadurch „weißer“ erscheinen lassen. Sie finden in Vollwaschmitteln bzw. Universalwaschmitteln und Feinwaschmitteln für weiße Wäsche Verwendung. In Waschmitteln werden nur ganz bestimmte, für diese Produktgruppe besonders geeignete und abgesicherte optische Aufheller eingesetzt.

Schmutzträger

Als Schmutzträger werden Carboxymethylcellulose und andere Polymere verwendet. Sie halten den abgelösten Schmutz in der Schwebe und verhindern, dass er sich wieder auf dem Gewebe absetzt.

Stellmittel

Stellmittel verbessern die Löslichkeit und Rieselfähigkeit von pulverförmigen Waschmitteln. Als Stellmittel dient hauptsächlich Natriumsulfat. In modernen Waschmitteln sind – technisch bedingt – nur noch sehr geringe Mengen davon enthalten.

Tenside oder waschaktive Substanzen

Tenside oder waschaktive Substanzen übernehmen als Hauptbestandteil von Waschmitteln und Handgeschirrspülmitteln die „Schwerarbeit“ bei der Reinigung. Sie setzen die Oberflächenspannung des Wassers herab und sorgen so für eine bessere Benetzung von Gewebe und Geschirr. Gleichzeitig lösen sie den Schmutz, halten ihn in der Schwebe und verhindern, dass er sich wieder auf den Fasern oder dem Spülgut ablagert.
> Tenside: waschaktive Substanzen

Waschalkalien

Waschalkalien erhöhen den pH-Wert der Waschlauge bzw. Spülflotte und machen sie alkalisch. Dadurch quellen die Fasern bzw. Anschmutzungen auf dem Spülgut und der Schmutz lässt sich leichter entfernen.

In Waschmitteln werden hauptsächlich Carbonate und Silikate eingesetzt. Silikate verhindern auch ein Korrodieren der Waschmaschine. In Maschinengeschirrspülmitteln wird die Alkalität von Natriumcarbonat und Disilikaten bewirkt. Sie schützen das Spülgut, vor allem Gläser, vor Korrosion. Hochalkalische Metasilikate werden in modernen Maschinengeschirrspülmitteln nicht mehr verwendet.

Wasserenthärter

Wasserenthärter schaffen weiches Wasser. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für die optimale Wirksamkeit von Waschmitteln und Maschinengeschirrspülmitteln, insbesondere der anionischen Tenside. Die als Wasserenthärter eingesetzten Stoffe binden die Härtebildner des Wassers (Calciumionen und Magnesiumionen). Darüber hinaus verhindern Wasserenthärter Kalkablagerungen in Waschmaschine und Spülmaschine sowie auf Textilien und Spülgut.

In pulverförmigen Waschmitteln werden meist Zeolithe als Wasserenthärter eingesetzt.

Wegen ihrer wasserenthärtenden Eigenschaften kommen weiterhin Stoffe wie Natriumcitrat in Waschmitteln und Maschinengeschirrspülmitteln zum Einsatz, in pulverförmigen Waschmitteln unter Umständen auch Phosphonate. Polycarboxylate verzögern das Auskristallisieren schwer löslicher Calciumsalze und Magnesiumsalze, so dass ein Niederschlag auf Wäsche, Spülgut oder Maschinenteilen vermieden wird.

Auf die bis in die 1980er Jahre in Waschmitteln und bis zum Jahr 2016 in Maschinengeschirrspülmitteln eingesetzten Phosphate wird inzwischen völlig verzichtet.