Hygiene im Haushalt - Tipps und Informationen

Mit dem regelmäßigen Kehren des Fußbodens, dem Ausleeren von Mülleimern, dem Lüften der Wohnung beginnt bereits Hygiene.

10 Hygiene-Tipps für zu Hause

  1. Die wichtigste Hygienemaßnahme: Händewaschen.

  2. Regelmäßig lüften und vor allem im Bad feuchte Oberflächen sofort trockenwischen.

  3. Bei Magen-Darm-Infektionen in der Familie oder Wohngemeinschaft: WC und verschmutzte Badoberflächen desinfizieren.

  4. Nach Kontakt mit rohen Lebensmitteln: Küchenutensilien möglichst im Geschirrspüler reinigen.

  5. Spülbürste und Spüllappen in regelmäßigen Abständen erneuern.

  6. Handtücher und Putzlappen nach Gebrauch rasch trocknen lassen. Nur wenige Tage verwenden und regelmäßig bei 60 °C waschen (am besten im Koch-/ Buntwäsche-Programm).

  7. Bei Erkrankungen in der Familie oder Wohngemeinschaft (Brechdurchfall, Pilzinfektionen): Wäsche bei 60 °C und einem Vollwaschmittel bzw. Universalwaschmittel in Form von Pulver, Granulat oder Tabletten waschen.

  8. Nach dem Waschen die Einspülkammer herausziehen und reinigen. Das Bullauge oder den Deckel der Waschmaschine offen lassen.

  9. In Haushalten mit Haustieren kann ein erhöhtes Maß an Hygiene notwendig sein.

  10. Auf Personen mit besonderem Hygienebedürfnis achten: z. B. Säuglinge, Schwangere und pflegebedürftige Personen sowie Personen, die wegen einer Erkrankung oder Medikamenteneinnahme immungeschwächt sind.

Was ist Hygiene?

Der Begriff „Hygiene“ geht zurück auf Hygieia, die griechische Göttin der Gesundheit, und bezeichnet im weitesten Sinn vorbeugende Maßnahmen, um einerseits Krankheiten zu vermeiden und andererseits das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit zu erhalten oder zu steigern.

Beispiele für gute Hygiene im Haushalt sind:

  • Händewaschen
    >> Händehygiene ist wichtig
  • Die Lagerung von Lebensmitteln in Kühlschränken bei Temperaturen, die das Keimwachstum deutlich verlangsamen.
  • Die Reinigung von Küchenutensilien in der Spülmaschine, die nicht nur Lebensmittelrückstände, sondern auch Mikroorganismen entfernt.
  • Häufiges und ausreichendes Lüften in Nassräumen.

Hygiene verhindert im besten Fall Probleme bevor sie entstehen.


Gezielte Hygiene im Haushalt -
Das richtige Maß

In Haushalten, in denen die Grundregeln der Hygiene konsequent angewendet werden, und in denen alle Mitglieder gesund sind, treten normalerweise keine Probleme auf.

In den meisten Fällen ist richtiges und gründliches Reinigen das Einzige, was man für gute Hygiene tun muss.

Besondere Maßnahmen für die Hygiene sind zum Beispiel notwendig bei Infektionen, die mit Durchfall und Erbrechen einhergehen. In solchen Fällen können Desinfektionsmittel für die Hände und Oberflächen (z. B. Türklinken, Wasserhähne, WC-Spülertasten) helfen, die Ansteckung anderer Personen im Haushalt zu verhindern.

Desinfektionsmittel und spezielle Reinigungsmittel mit Zusatznutzen gegen Bakterien, Pilze oder Viren sind auf spezifische Verbraucherbedürfnisse zugeschnitten und sollten im Haushalt ausschließlich gezielt zur Lösung ganz bestimmter Hygieneprobleme eingesetzt werden. Die Verwendung eines Desinfektionsmittels muss immer nach Herstellerangaben erfolgen.


Aktuelle Herausforderungen an die Hygiene Zuhause

Fortschritte auf einem Gebiet haben häufig Auswirkungen auf andere Bereiche. So ist es auch bei der Hygiene im Haushalt:

  • Durch die Mülltrennung gibt es in vielen Haushalten mehrere Mülleimer für „Feuchtes“ (Biomüll, Restmüll, Verpackungsabfall), die dadurch aber nicht so häufig geleert werden. Spätestens jeden zweiten Tag wäre dies aber gut, sonst kann sich Schimmel bilden und es kann anfangen unangenehm zu riechen.

  • Viele Küchengeräte, wie Kaffeevollautomaten oder Dosenöffner, lassen sich nicht immer einfach und gründlich reinigen.

  • Reduzierter Zeitaufwand für die Zubereitung von Speisen bedeutet häufig Aufwärmen statt Kochen, ohne dass alles richtig erhitzt wird (zum Beispiel in der Mikrowelle).

  • Die Wirkungen von Energiesparmaßnahmen beim Hausbau oder bei der Haussanierung, z. B. durch Abdichten der Türen und Fenster, reduzieren den Luftaustausch. Das kann die Schimmelbildung fördern.

  • Fensterlose Bäder lassen sich schlecht lüften. Das kann aufgrund der erhöhten Feuchtigkeit zu vermehrter Schimmelbildung führen.

  • Moderne Waschmaschinen verbrauchen zur Energieeinsparung und Wassereinsparung nur noch einen Bruchteil des Wassers älterer Geräte und erreichen nicht immer die angezeigte Waschtemperatur. Temperatur und Wassermenge haben aber einen wichtigen Einfluss auf die Entfernung von Mikroorganismen von der Wäsche.
    >> Waschen bei niedrigen Temperaturen

  • Bettdecken, Kopfkissen und Spannbetttücher werden seltener gelüftet und ausgeschüttelt, so finden Hausstaubmilben mehr Hautschuppen und somit mehr Nahrung.

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