Was ist MIT (Methylisothiazolinon)?

Damit Shampoos, Bodylotions oder andere kosmetische Mittel nicht schon wenige Tage nach dem Öffnen verderben, enthalten die Produkte in sehr geringen Mengen Konservierungsstoffe. MIT (Methylisothiazolinon) ist ein solcher Konservierungsstoff, der vor allem vermeiden soll, dass sich Bakterien in einem Produkt vermehren können. (Weiterführende Informationen zur Notwendigkeit der Konservierung kosmetischer Mittel)

Derzeit wird MIT in verschiedenen kosmetischen Mitteln als wirksamer Konservierungsstoff bis zu einer zugelassenen Höchstmenge von 0,01 Prozent eingesetzt.

Allerdings haben Dermatologen in jüngerer Zeit einen Anstieg der allergischen Reaktionen auf MIT festgestellt. Die Kosmetikindustrie hat diese Entwicklung sehr aufmerksam beobachtet und in Arbeitsgruppen mit Dermatologen zusätzliche Informationen gesammelt und Handlungsoptionen diskutiert. Sowohl die Experten aus der Kosmetikindustrie als auch die Dermatologen sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Allergierisiko am besten dadurch gemindert werden kann, dass MIT künftig nur noch in Produkten zum Abspülen, also mit geringem oder kurzzeitigem Hautkontakt, Verwendung findet, wie z. B. in Shampoos. Daher hat der europäische Dachverband der Kosmetikhersteller, Cosmetics Europe, den Unternehmen bereits 2013 empfohlen, den Einsatz von MIT auf diese Produktkategorie zu beschränken.

Informationen zu Zusammenhängen zwischen dem Auftreten allergischer Symptome in der Bevölkerung und der Verwendung bestimmter Inhaltsstoffe erhebt in Deutschland insbesondere der IVDK (Informationsverbund dermatologischer Kliniken). Der IKW ist an diesen Erkenntnissen sehr interessiert und ist daher auch Fördermitglied des IVDK.

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