Warum kosmetische Mittel konservieren?

Kosmetische Mittel müssen nach den gesetzlichen Anforderungen sicher für den Verbraucher sein. Dabei ist die mikrobiologische Sicherheit ein wichtiger Aspekt. Die Verbraucher müssen bei der Verwendung der Produkte sicher sein, dass keine krankheitserregenden Keime enthalten sind und dass sich keine Keime vermehren können. Daher erfolgt die Herstellung der Produkte mit der größtmöglichen Sorgfalt. Die Ausgangsstoffe wie auch die Fertigprodukte werden regelmäßig auf den Keimgehalt und die mikrobiologische Stabilität hin überprüft. Durch entsprechend ausgewählte Inhaltsstoffe, optimierte Rezepturen und angepasste Verpackungslösungen versuchen die Hersteller, eine gute Haltbarkeit von Kosmetika während ihrer Verwendungsdauer sicherzustellen.

In ungeöffnetem Zustand sind kosmetische Mittel praktisch frei von Keimen. Erst wenn ein Verbraucher die Verpackung öffnet, können Mikroorganismen in das Produkt gelangen. Bakterien, Hefen und Pilze wachsen vor allem an feuchtwarmen Orten, zum Beispiel im Badezimmer. Die Konservierung schützt das Produkt und verhindert den Verderb durch Mikroorganismen über den gesamten Verwendungszeitraum hinweg. Aber auch der Anwender hat einen Einfluss auf die Haltbarkeit seiner Kosmetika, in dem er z. B. das Produkt unmittelbar nach Gebrauch wieder verschließt. Diesen und weitere Hinweise zur sicheren Verwendung kosmetischer Mittel finden Sie in dem Faltblatt "Damit Sie lange Freude haben - Tipps zur Haltbarkeit von Kosmetika".

Mikroorganismen breiten sich besonders in Körperpflegemitteln aus, die Wasser und andere Nährstoffe wie Eiweiß enthalten. Dazu zählen z. B. Feuchtigkeitscremes, bestimmte Make-ups, Körperlotionen, Duschbäder und Shampoos. Unangenehmer Geruch, Verfärbung oder eine veränderte Konsistenz sind die Folge. Zum gesundheitlichen Schutz des Verbrauchers ist die Konservierung kosmetischer Mittel unbedingt notwendig.

Minimale Konzentration 

Als Konservierungsstoffe zugelassen sind nur solche Stoffe, deren Sicherheit auf EU-Ebene umfassend geprüft wurde. Häufig werden mehrere Stoffe miteinander kombiniert, um alle relevanten Keime abzudecken. Hierbei achten die Hersteller immer darauf, die Konzentration der Stoffe so gering wie möglich zu halten. Wie alle Inhaltsstoffe werden sie auf Verpackungen mit ihrer international einheitlichen INCI-Bezeichnung angegeben.

Ausführlichere Betrachtungen zum Thema finden sich in einer Information der GDCh-Arbeitsgruppe "Kosmetische Mittel": Konservierung kosmetischer Mittel – pro und contra?

Eine kompakte Zusammenfassung zum Thema Konservierung kosmetischer Mittel finden Sie hier zum Herunterladen.

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