Kosmetische Nagelmodellage

Kosmetische Mittel zum Nagelmodellieren (Naildesign), die Hydrochinon, Hydrochinonmethylether oder Benzoylperoxid enthalten, müssen laut Kosmetikrecht mit Warnhinweisen auf der Verpackung versehen sein. Hersteller müssen darauf hinweisen, dass diese nur für gewerbliche Zwecke bestimmt sind, dass Hautkontakt zu vermeiden ist und dass die Gebrauchsanweisungen beachtet werden sollen.

Nagelmodelliermittel, die diese Stoffe enthalten, kommen in zwei technisch verschiedenen Systemen der Nagelmodellage zum Einsatz: in Pulver-/Flüssigkeitssystemen und in lichthärtenden Systemen. Da mit ihnen künstliche Nägel auf dem körpereigenen Nagel modelliert werden, werden sie als kosmetische Mittel eingestuft. 

Verantwortung beim Hersteller

Als solche unterliegen sie in Deutschland dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) sowie der Kosmetik-Verordnung (KVO). Produkte wie Nagelkleber sind dagegen dem Chemikalienrecht zugeordnet. Auch für Hilfsmittel wie Feilen, UV-Lampen und Desinfektionsmittel gelten separate Regelungen. 

Die Verpackung muss mit der Adresse eines verantwortlichen Herstellers oder Importeurs mit Sitz innerhalb der EU versehen sein. Dieser übernimmt in vollem Umfang Verantwortung für die Sicherheit und Rechtskonformität des Produkts.

IKW-Arbeitsgruppe „Nagelmodelliermittel“

Der Kompetenzpartner Schönheitspflege im IKW hat die Vorgaben des Kosmetikrechts in dem Dokument „Allgemeine Information für Hersteller und Inverkehrbringer kosmetischer Mittel in der Bundesrepublik Deutschland“ zusammengefasst.

Fragen zu Nagelmodellagen bearbeitet die Arbeitsgruppe „Nagelmodelliermittel“ des IKW. In ihren Gruppenmerkblättern zu Nagelmodelliermitteln im gewerblichen Bereich stellt sie weitere Informationen bereit.

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