Kosmetische Mittel wirken

Die makellose Haut einer 20-Jährigen in nur acht Tagen? Unbändige Lockenpracht, wo bislang kein Härchen mehr wuchs? Solche Versprechungen können selbst die hochwertigsten Kosmetika nicht einlösen. Und doch ist die Wirksamkeit moderner Kosmetikprodukte unbestritten.

Dank jahrzehntelanger Forschung und Entwicklung verfügen Kosmetikhersteller über ein umfangreiches Wissen zur Beschaffenheit von Haut und Haar. Alle diese Erkenntnisse verdichten sich in der industriellen Herstellung moderner Kosmetikprodukte.

Erst testen, dann werben

Zum Schutz der Verbraucher haben Gesetzgeber und Behörden strenge Richtlinien erlassen. Hierzu gibt es unterschiedlichste Prüfverfahren, die je nach Anforderung an die Werbeaussage angepasst werden. Am Anfang steht in der Regel eine Messung im Labor. Diese wird dann durch Tests mit Verbrauchergruppen bestätigt. Alle Tests folgen den vorgegebenen statistischen Anforderungen. Erst wenn die umfangreiche Analyse positiv ausfällt, darf der Hersteller das Produkt entsprechend als wirksam bewerben. 

Regelmäßige Überprüfung

Die Ergebnisse dieser Tests werden dokumentiert und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben von den zuständigen Überwachungsbehörden der Bundesländer überprüft und beurteilt.

Nicht nur der Gesetzgeber überprüft die Einhaltung der Vorschriften, die Wirtschaft kontrolliert sich auch selbst. Von besonderer Bedeutung sind hier vor allem die EU-Vorschriften gegen unlautere und irreführende Werbung, die auch in Deutschland gelten. Danach hat jeder die Möglichkeit, mit Hilfe der Gerichte unzulässige Werbeaussagen zu verbieten. Davon machen nicht nur die Mitbewerber Gebrauch, sondern auch die nur in Deutschland bestehenden Vereinigungen zur Förderung des lauteren Wettbewerbs. Das dient vor allem dem Verbraucherschutz.

Die europäische Kommission hat in einem am 19. September 2016 veröffentlichten Bericht bestätigt, dass der EU-weit bestehende regulatorische Rahmen für Werbeaussagen für kosmetische Produkte sehr umfassend ist, ein hohes Maß an Verbrauchersicherheit gewährleistet und die Verbraucher vor irreführender Werbung schützt. Hinsichtlich der Werbeaussagen „frei von“ und „hypoallergen“ plant die Europäische Kommission die Veröffentlichung weitergehender Erläuterungen.

Aufgeklärte Verbraucher

Der Verbraucher ist heute umfassend aufgeklärt und genau über die Wirksamkeit der Produkte informiert. Dazu stehen ihm neben den Medien sowie dem umfassendem Informationsangebot der Hersteller die Verbraucherzentralen in den Bundesländern sowie die Stiftung Warentest beratend zur Seite.

Unter Berücksichtigung all dieser Hintergründe findet der Verbraucher im Markt umfassend untersuchte, sichere und wirksame Produkte. 

Das Faltblatt zum Thema Wirksamkeit kosmetischer Mittel geht noch näher auf die Thematik ein. Außerdem hat der IKW für die Hersteller kosmetischer Mittel konkrete Leitlinien erstellt.

Eine kompakte Zusammenfassung zum Thema Wirksamkeit finden Sie hier zum Herunterladen.

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