In-vitro-Methode zur Bestimmung des UV-A-Schutzes

Deutsche Übersetzung der COLIPA Recommendation No. 20 (IKW, 08.08.2007)

 

Einführung

Die natürliche Sonnenstrahlung umfasst UV-B-Strahlung (Wellenlänge 290 bis 320 nm) sowie UV-A-Strahlung (Wellenlänge 320 bis 340 nm). Beide Strahlungsbereiche sind für gesundheitsschädigende Wirkungen wie z. B. Sonnenbrand oder die UV-induzierte vorzeitige Hautalterung verantwortlich.

Entsprechend der „Empfehlung der Kommission vom 22. September 2006 über die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln und diesbezügliche Herstellerangaben“ (vgl. auch die IKW-Empfehlungen zur Wirksamkeit und zur Auslobung von Sonnenschutzmitteln) sollten Sonnenschutzmittel vor beiden Strahlungsbereichen schützen.

In-vitro-Prüfmethode

COLIPA (seit 2012: Cosmetics Europe) ist schon seit vielen Jahren mit der Entwicklung und Harmonisierung von Methoden zur Wirksamkeitsprüfung von Sonnenschutzmitteln befasst. Inzwischen wurde auch eine Methode zur In-vitro-Bestimmung der UV-A-Schutzleistung von Sonnenschutzmitteln erarbeitet. In mehreren Ringversuchen wurde diese Methode mit der In-vivo-Persistent-Pigment-Darkening-Methode (PPD) korreliert sowie deren Reproduzierbarkeit bestätigt. Diese Methode erfüllt die Empfehlung der EU-Kommission.

Empfehlung

COLIPA empfiehlt, zur Bestimmung der UV-A-Schutzleistung von Sonnenschutzmitteln die In-vitro-Methode zur Bestimmung des UV-A-Schutzes zu verwenden.

Die Methodenbeschreibung enthält detaillierte Beschreibungen der technischen Anforderungen an die benötigten Geräte und des zu verwendenden Prüfverfahrens. Diese sollten genauestens eingehalten werden, um eine verlässliche und reproduzierbare Bestimmung des UV-A-Schutzfaktors sicherzustellen.

Umsetzung

Es wird keine formale Übergangsfrist festgelegt. Als Hilfestellung für eine reibungslose und effiziente Einführung der Methode im Jahre 2008 wird COLIPA entsprechende Trainings-Seminare organisieren.

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