Formaldehyd in Haarglättungsmitteln

In mehreren Proben verschiedener Haarglättungsmittel konnte die amtliche Lebensmittelüberwachung einen Formaldehyd-Gehalt von 1,7 Prozent bis 1,8 Prozent nachweisen. Dies betrifft überwiegend Produkte aus Brasilien und den USA, die im Internet vertrieben werden.

Die EU schreibt für kosmetische Mittel eine maximale Formaldehyd-Konzentration von 0,2 Prozent vor. Ab einem Wert über 0,05 Prozent ist jedes Produkt mit dem Hinweis „enthält Formaldehyd“ zu kennzeichnen. 

Stark gesundheitsgefährdend 

Aufgrund ihres hohen Formaldehyd-Gehalts hat das BfR die betroffenen Produkte als gesundheitsschädlich befunden. Der Kompetenzpartner Schönheitspflege im IKW rät allen Importeuren, die Haarglättungsmittel vertreiben, besonders genau auf die Grenzwerte zu achten.

Kosmetische Mittel, die größere Mengen Formaldehyd enthalten, können Reizungen der oberen Atemwege wie auch allergische Reaktionen der Haut auslösen. Diese können von leichten Ekzemen bis hin zu lebensgefährlichen Schocks reichen, bei denen das Herz-Kreislauf-System versagt. In sehr hohen Konzentrationen ist der Konservierungsstoff auch krebserregend.

Für Mundpflegemittel ist Formaldehyd bis zu einer Konzentration von 0,1 Prozent zugelassen. Bei Nagelhärtern beträgt die Höchstmenge fünf Prozent. 

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