Erdnussöl in kosmetischen Mitteln

Verbraucher mit einer Erdnussallergie können in aller Regel kosmetische Mittel, die Erdnussöl enthalten, problemlos anwenden. Erdnussöl wird als pflanzliche Ölkomponente in manchen kosmetischen Produkten wie Hautcremes eingesetzt. Die deutsche Kosmetikindustrie achtet bei der Verwendung von ARACHIS HYPOGAEA OIL, so die INCI-Bezeichnung für Erdnussöl, auf gereinigte beziehungsweise raffinierte Qualität.

Den Restgehalt an allergieauslösenden Proteinen halten die deutschen Hersteller im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht dabei so gering wie möglich. Die Mitgliedsfirmen des IKW verzichten in kosmetischen Mitteln für Babys und Kinder praktisch ganz auf Erdnussöl.

Ob ein kosmetisches Produkt Erdnussöl enthält, können Verbraucher der Liste mit der Zusammensetzung auf der Verpackung entnehmen. Zusätzliche Kennzeichnungsvorschriften wie sie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in ihrer publizierten Stellungnahme am 20.05.2009 (datiert vom 10.10.2008) fordert hält der Kompetenzpartner Schönheitspflege im IKW für nicht notwendig.

Das BfR fordert zudem ein generelles Verbot für Erdnussöl in kosmetischen Mitteln für Kinder und die Festlegung von Grenzwerten für die Kontamination durch Erdnussproteine. Der Vorwurf britischer Wissenschaftler, dass erdnusshaltige Cremes bei Kindern zu einer Sensibilisierung führen können, konnte bislang weder eindeutig belegt, noch vollständig wiederlegt werden. Der Kompetenzpartner Schönheitspflege im IKW sieht hier weiteren Forschungsbedarf.

Der Kompetenzpartner Schönheitspflege im IKW steht für Fragen zur Allergieproblematik zur Verfügung und unterstützt den fachlichen Austausch.  

Weitere Artikel

Weitere Artikel
Weitere Themen