Cumarin in Kosmetika

Der Kompetenzpartner Schönheitspflege im IKW bewertet die auf dem deutschen Kosmetikmarkt erhältlichen Kosmetika mit dem Duftstoff Cumarin als unbedenklich. Die Forderung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), weniger Cumarin zu verwenden, hält der Kompetenzpartner Schönheitspflege im IKW daher für unangemessen.

Cumarin ist der Stoff, der frischem Heu und getrocknetem Waldmeister seinen angenehm würzigen Geruch verleiht. Quellen für Cumarin in kosmetischen Mitteln sind typischerweise Parfümöle sowie einige pflanzliche Extrakte. 

Menge in Kosmetika unbedenklich

Als Vorgabe für die gesundheitlich unbedenkliche tägliche Aufnahmemenge von Cumarin hat das BfR den in der Europäischen Union gültigen TDI-Wert von maximal 0,1 mg/kg Körpergewicht angesetzt (TDI = Tolerable Daily Intake; lebenslänglich tolerierbare tägliche Verzehrmenge über Nahrungsmittel). Dieser Wert wurde von der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA für die orale Aufnahme festgelegt.

Neuere systematische Bewertungen der Toxikologie von Cumarin gehen jedoch von einem wesentlich höheren unbedenklichen Wert aus. Es gibt zudem stichhaltige wissenschaftliche Hinweise darauf, dass die nach oraler Aufnahme von Cumarin beobachteten lebertoxischen Effekte nach einer Aufnahme über die Haut nicht zu erwarten sind.

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