Bis zu 310 Euro jährlich sparen beim Waschen und Spülen

Die Stromrechnung versetzt vielen Verbrauchern einen Schrecken. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 4.500 Kilowattstunden (kWh) muss ein Vier-Personen-Haushalt dafür zwischen 900 und 1.200 Euro jährlich aufwenden. Auch Wasser aus der Leitung ist nicht preiswert. Gezieltes Einsparen von Energie und Wasser ist eine gute Möglichkeit, diese Kosten verringern. Beim alltäglichen Waschen und Spülen gibt es ein großes Sparpotenzial. Es sind viele Kleinigkeiten, mit denen jeder sparen kann.

1. Waschen bei niedrigen Temperaturen, aber längeren Waschzeiten

Waschmaschinen benötigen für das Erwärmen des Wassers viel Energie, für das Drehen der Waschtrommel hingegen vergleichsweise wenig. Bei gleicher Temperatur wird ein umso besseres Waschergebnis erzielt, je länger die gewählte Waschzeit ist. Daher sollten sich Verbraucher häufiger für eine niedrigere Waschtemperatur entscheiden und eine längere Laufzeit des Waschprogramms wählen, z. B. durch das Drücken der „Intensiv- oder Fleckentaste“, die viele Waschmaschinen bieten. So verschwendet man nicht unnötig Energie und wird durch ein gutes Waschergebnis belohnt. So lässt sich sparen: Werden alle Wäschen bei der jeweils niedrigeren Temperatur (z. B. bei 40 statt bei 60 Grad Celsius) gewaschen, kann ein Vier-Personen-Haushalt jährlich etwa 20 Euro sparen.

2. Waschmaschine richtig beladen

Ob eine Waschmaschine voll ist, hängt vom Gerätetyp und der Wäscheart ab. Weit verbreitet sind Geräte mit 5 Kilogramm Fassungsvermögen. Am kostengünstigsten ist das Waschen mit einer voll beladenen Maschine: z. B. 5 Kilogramm trockene Bunt- und Weißwäsche oder 2,5 Kilogramm Feinwäsche. Wird nur mit halber Beladung gewaschen, halbieren sich keineswegs die Kosten für Wasser, Energie und Waschmittel. So lässt sich sparen: Durch die richtige Beladung der Waschmaschine kann die Anzahl der Wäschen in einem Vier-Personen-Haushalt jährlich von 300 auf 240 Wäschen reduziert werden. Dadurch spart man bis zu 35 Euro im Jahr.

3. Waschmittel richtig dosieren

Im Durchschnitt wird in einem Vier-Personen-Haushalt in Deutschland 300mal pro Jahr gewaschen. Die Überdosierung von Waschmitteln erhöht den Jahresverbrauch beträchtlich. Die Dosierung der Waschmittel hängt stark von der Wasserhärte und Verschmutzung der Textilien ab. Wie viel zu dosieren ist, zeigt eine Tabelle auf jeder Packung. Je weicher das Wasser und je geringer die Wäsche verschmutzt ist, umso weniger Waschmittel wird benötigt. Verursacht eine Waschladung bei mittlerer Wasserhärte und Verschmutzung Waschmittelkosten von 20 Cent und damit rund 60 Euro pro Jahr, fallen bei leichter Verschmutzung in einem Weichwassergebiet nur etwa 30 Euro an. So lässt sich sparen: Bei jeder Wäsche richtig dosieren und damit bis zu 30 Euro pro Jahr sparen. Was man unter den einzelnen Verschmutzungsgraden versteht, zeigt folgende Grafik:

4. Trocknen: Sonne und Wind nutzen

Im gesamten Waschprozess wird Energie verbraucht – von der Herstellung eines Waschmittels und der Waschmaschine bis zum Waschen, Trocknen und Bügeln zu Hause. Ca. 50 Prozent davon entfallen auf das Trocknen im Wäschetrockner, wenn er ganzjährig eingesetzt wird. Sonne und Windkraft im Freien sind dagegen kostenlos. Übrigens: Auch das Trocknen in beheizten Räumen kostet Energie, die über die Heizung wieder ersetzt werden muss. So lässt sich sparen: Wenn nur die Hälfte der anfallenden Wäsche im Wäschetrockner und der Rest draußen getrocknet wird, kann ein Vier-Personen-Haushalt 85 Euro im Jahr sparen. 

5. Handspülen im Becken, nicht unter fließendem Wasser

Geschirrspülen unter fließendem Wasser sollte vermieden werden, da dafür viel Wasser und bei der Verwendung von heißem Wasser zusätzlich Energie benötigt wird. Auch in Haushalten, die über eine Spülmaschine verfügen, bleibt ein Spülen von Hand meistens nicht aus. Neben Holz- und Kunststoffteilen, die in der Maschine beschädigt werden könnten, werden häufig auch Töpfe und Pfannen von Hand gespült, weil sie in der Maschine zuviel Platz einnehmen. So lässt sich sparen: Verschmutztes Geschirr sammeln, bis die ausreichende Menge für einen kompletten Abwasch im Becken erreicht ist. Ein Vier-Personen-Haushalt kann dadurch bis zu 100 Euro sparen. 

6. Spülmaschine voll beladen

Bei der Verwendung einer Spülmaschine ist in der Regel kein separates Vorspülen erforderlich. Allerdings ist auf das richtige Beladen der Maschine zu achten. Hier gilt: Möglichst voll beladen, aber das Geschirr so einräumen, dass sich die Geschirrteile sich nicht berühren. Außerdem soll das Geschirr so platziert werden, dass alle Flächen von den Wasserstrahlen getroffen werden. So lässt sich sparen: Wenn die Spülmaschine nur dann läuft, wenn sie wirklich voll ist, spart ein Vier-Personen-Haushalt pro Jahr bis zu 20 Euro.

7. Spülmaschine: Energiespar- oder Automatikprogramme nutzen

Das Aufheizen von Wasser erfordert einen hohen Energieaufwand. Kostengünstiger ist der Verzicht auf Hochtemperatur-Programme zugunsten von Energiesparprogrammen. So lässt sich sparen: Wird als Spültemperatur 50 statt 65 Grad Celsius oder das Automatik-Programm gewählt, können bis zu 20 Europro Jahr eingespart werden.

Insgesamt lassen sich in einem Vier-Personen-Haushalt bis zu 310 Euro im Jahr beim Waschen, Trocknen und Geschirrspülen einsparen, wenn diese Tipps befolgt werden. Auch die Umwelt wird so entlastet!

Darüber hinaus kann es sich schnell lohnen, defekte und ineffiziente Haushaltsgeräte zu ersetzen statt teure Reparaturen in Auftrag zu geben!

Der Energie- und Wasserverbrauch von Wasch- und Geschirrspülmaschinen hat sich in den letzten 20 Jahren erheblich verringert. Die Kosten für den Strom- und Wasserverbrauch eines neuen, sparsamen Gerätes haben sich daher, trotz gestiegener Preise, halbiert. Übers Jahr können sich die Einsparungen im Vergleich zu einer alten Maschine auf ca. 110 Euro summieren.

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